Bei einem Zölibatär muss man immer sagen: Entweder ist der verrückt, oder es gibt Gott. Eine andere Alternative gibt es nicht. Und wenn die Menschen feststellen, der ist nicht verrückt, dann muss es Gott geben. Überzeugend gelebt ist der Zölibat immer noch der schlagendste Gottesbeweis.
So der zölibatäre Gottesbeweis nach Kardinal Joachim Meisner.
Hier mein Vorschlag für einen atheistischen Gottesbeweis, gemäß der gleichen strengen Theo-Logik:
Atheisten glauben nicht an Gott. Da sie also Ungläubige sind, können sie nicht über die Wahrheit verfügen. Ihre Aussagen müssen daher falsch sein. Somit ist auch ihre Leugnung Gottes falsch. Also muß Gott existieren. q.e.d.
Ist doch noch viel eleganter, oder?
Man könnte Meisners Aussage aber auch so übersetzen:
In den Hirnen von Menschen, die verrückt genug sind, sich über ihre eigene menschliche Natur hinwegsetzen zu wollen, existiert auch das eingebildete Konstrukt Gott.

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