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	<title>no heaven - only sky</title>
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	<description>Glaube schlägt Wurzeln - Zweifel verleiht Flügel</description>
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		<title>no heaven - only sky</title>
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		<title>Hochpotente Mittel</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:56:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
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		<description><![CDATA[Faszinierend, welche Geißeln der Menschheit in den letzten zweihundert Jahren mittels der Homöopathie erfolgreich eingedämmt, wenn nicht gar besiegt werden konnten: Wer spricht heute noch von grippalen Infekten, von Neurodermitis, Allergien oder chronischen Schmerzen? Und ein Ende der Erfolge ist nicht abzusehen: Auch Migräne und vielerlei Nervenirritationen dürften dank der unlängst bekanntgewordenen Wirkung des blauen [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1153&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1154" class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/05/377494_web_r_k_by_mike-frajese_pixelio-de.jpg"><img class="size-medium wp-image-1154" alt="Bild: Mike Frajese / pixelio.de" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/05/377494_web_r_k_by_mike-frajese_pixelio-de.jpg?w=218&#038;h=191" width="218" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Mike Frajese / pixelio.de</p></div><br />
Faszinierend, welche Geißeln der Menschheit in den letzten zweihundert Jahren mittels der Homöopathie erfolgreich eingedämmt, wenn nicht gar besiegt werden konnten: Wer spricht heute noch von grippalen Infekten, von Neurodermitis, Allergien oder chronischen Schmerzen? Und ein Ende der Erfolge ist nicht abzusehen: Auch Migräne und vielerlei Nervenirritationen dürften dank der unlängst bekanntgewordenen Wirkung des blauen Blutes des südamerikanischen Kaiserskorpions (<em>pandinus imperator</em>) bald der Vergangenheit angehören.<span id="more-1153"></span> Erste Erfahrungen legen zwar die Vermutung nahe, dass die überzeugendsten Behandlungserfolge vorwiegend bei adligen Patienten eintreten, doch darf auch der gewöhnliche Sterbliche durchaus guter Hoffnung sein. Immerhin wird die schier unüberschaubare Palette der Urarzneien fast täglich um neue Substanzen bereichert. So zum Beispiel durch das Mundsekret des brasilianischen Trompetenkäfers (<em>lucanus taetaeraetaerus</em>), welches seine wohltuende Wirkung vor allem gegen Mittelohrerkrankungen, Hörsturz und Tinnitus entfaltet, nicht zu vergessen die flüssige Exkrementenkomponente der gemeinen Schnapsdrossel (<em>catharus aethanolus</em>) gegen Suchterkrankungen und Entzugsbeschwerden oder, last but not least, das Schwanzgefieder der grünen Spinatwachtel (<em>coturnix spinaciae</em>) gegen Eisen- und andere Mangelerscheinungen.<br />
Freilich sind wir uns bewusst, dass es unter Schulmedizinern, Pharmazeuten und sogenannten Wissenschaftsjournalisten durchaus Ignoranten gibt, die sich nicht entblöden, in ihrer evidenzbasierten Beschränktheit gar die Existenz der o.g. Tierarten anzuzweifeln. Schließlich gibt es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde … Und wer heilt, hat Recht; und wenn wir eine Behauptung aufstellen, sollten uns diese Herrschaften erst mal das Gegenteil beweisen, bevor sie unsere Erfahrungen ins Lächerliche zu ziehen versuchen. Sie haben sonst mal ganz schnell eine saftige Anzeige am Hals wegen Geschäftsschädigung und böswilliger Verleumdung. Sie sollten schon dran glauben!<br />
Aber was ficht uns das an. Erfreuen wir uns an der Dankbarkeit unserer treuen Patienten, wie sie erst kürzlich eine <a href="http://www.amazon.de/review/R2YNE3P5G3CP5K/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R2YNE3P5G3CP5K" target="_blank">amazon-Rezensentin</a> so trefflich zum Ausdruck brachte:<br />
&#8220;Ich bin seit 32 Jahren ausschließlich in homöopathischer Behandlung und kann aus eigener Erfahrung sagen: Die Homöopathie ist, richtig angewendet, eine wunderbare, sanfte Medizin die wirklich in der Lage ist chronische Krankheiten zu heilen.&#8221;<br />
Wenn das kein Beweis ist!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1153/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1153/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1153&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Genderwahn</title>
		<link>http://dubiator.wordpress.com/2013/04/30/genderwahn/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 06:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Logik]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitgliederinnen, das liebe Gott, Student_innen, je*der, wer ein Auto fährt, Fem_inistinnen, GeringverdienerInnen … Was für ein Kauderwelsch! (1) Solange, wie bisher, nur überambitionierte Politiker_*Innen versuchten, mittels des untauglichen Vehikels Sprach-&#8221;Correctness&#8221; eine Gleichstellung der Geschlechter herbeizuführen, mochte man ja noch milde lächelnd über solche Murkserei hinwegsehen. Schließlich vermeidet die Politik von jeher tunlichst, an die Wurzeln [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1144&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1145" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/04/609039_web_r_k_b_by_gerd-altmann_-erstellt-in_wordle-net_pixelio-de.jpg"><img class="size-medium wp-image-1145" alt="Bild: Gerd Altmann / erstellt in: wordle / pixelio.de" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/04/609039_web_r_k_b_by_gerd-altmann_-erstellt-in_wordle-net_pixelio-de.jpg?w=230&#038;h=142" width="230" height="142" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Gerd Altmann / erstellt in: wordle / pixelio.de</p></div>
<p>Mitgliederinnen, das liebe Gott, Student_innen, je*der, wer ein Auto fährt, Fem_inistinnen, GeringverdienerInnen … Was für ein Kauderwelsch! (1)<br />
Solange, wie bisher, nur überambitionierte Politiker_*Innen versuchten, mittels des untauglichen Vehikels Sprach-&#8221;Correctness&#8221; eine Gleichstellung der Geschlechter herbeizuführen, mochte man ja noch milde lächelnd über solche Murkserei hinwegsehen.<span id="more-1144"></span> Schließlich vermeidet die Politik von jeher tunlichst, an die Wurzeln gewisser Übel heranzugehen. Doch nun ergreift der Genderwahn auch Gesetzgeber und Germanisten (!). Wenigstens von Letzteren sollte man das Wissen erwarten, dass der Plural von Eltern, Fahrern, Bürgern, Menschen usw. von alters her beide Geschlechter ebenso einschließt wie das <em>oder</em> das <em>und</em> und das <em>man</em> die <em>frau</em>. (2)<br />
Sprache wandelt und entwickelt sich, jawohl, und zwar aufgrund gesellschaftlicher Realitäten und in des Volkes Munde – nicht per akademischem oder gesetzgeberischem Dekret. Hat man aus der vermaledeiten Rechtschreibreform gar nichts gelernt?<br />
Unsere Sprache ist eine schöne, kluge Frau. Auch ihre Vergewaltigung sollte unter Strafe stehen – wenigsten unter Strafe der Lächerlichkeit.</p>
<p>(1) vgl. Ralf Neukirch: Sein Name ist Sie; in DER SPIEGEL 17/2013 S. 48f<br />
(2) Bis heute verwendet kaum jemand im Alltag das schon vor Jahrzehnten konstruierte <em>frau</em>.</p>
<p>Siehe auch diesen ausgezeichneten Artikel:<br />
<a href="http://www.wissenbloggt.de/?p=1747" target="_blank">Die politische Manipulation der Sprache</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1144/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1144&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ahí, wie christenlíche nu der babest lacht</title>
		<link>http://dubiator.wordpress.com/2013/03/19/ahi-wie-christenliche-nu-der-babest-lacht/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 07:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Ei, wie fromm der Papst jetzt lacht, wenn er zu Gays und Lesben sagt: &#8220;Solch Tun ist wider die Natur, Sex dürfen Eheleute nur zu schaffen sich die Kinder an. Ihr handelt gegen Gottes Plan!&#8221; Wie christlich dieser Papst jetzt lacht, wenn er zu all den Frauen sagt: &#8220;Das Weib den Mann nur unterstütze, zu [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1139&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1140" class="wp-caption alignright" style="width: 179px"><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/03/f1.jpg"><img class="size-full wp-image-1140" alt="Foto: SPON (Detail)" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/03/f1.jpg?w=500"   /></a><p class="wp-caption-text">Foto: SPON (Detail)</p></div>
<p>Ei, wie fromm der Papst jetzt lacht,<br />
wenn er zu Gays und Lesben sagt:<br />
&#8220;Solch Tun ist wider die Natur,<br />
Sex dürfen Eheleute nur<br />
zu schaffen sich die Kinder an.<br />
Ihr handelt gegen Gottes Plan!&#8221;<span id="more-1139"></span></p>
<p>Wie christlich dieser Papst jetzt lacht,<br />
wenn er zu all den Frauen sagt:<br />
&#8220;Das Weib den Mann nur unterstütze,<br />
zu höher&#8217;m Tun ist sie nicht nütze,<br />
schon gar nicht für die Politik.<br />
Dort suche nur der Mann sein Glück!&#8221;</p>
<p>Wie christlich-fromm der Papst jetzt lacht,<br />
wenn er in seiner Demut sagt:<br />
&#8220;All die, die nicht zum Herrn aufsehn,<br />
die soll&#8217;n getrost zum Teufel gehn!&#8221;<br />
So klar hört&#8217;s mancher Christ nicht gern<br />
und hält sich drauf vom papa fern.</p>
<p>Denkt von dem Papst nicht allzu schlecht,<br />
denn das ist Kirchen-&#8221;Menschenrecht&#8221;.<br />
All dies wuchs nicht auf seinem Mist,<br />
der Mist christliche Lehre ist!</p>
<p>(ganz frei nach Walther von der Vogelweide)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1139/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1139/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1139&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Foto: SPON (Detail)</media:title>
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		<title>wahnsinnig schwer</title>
		<link>http://dubiator.wordpress.com/2013/02/14/wahnsinnig-schwer/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 09:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Jesuitenpater Eberhard Freiherr von Gemmingen in der Sendung der ARD &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; vom 12.02.13: &#8220;Das muss die katholische Kirche lernen: Jesu Prinzipien zu haben aber gleichzeitig menschenfreundlich zu sein &#8211; das ist wahnsinnig schwer.&#8221; http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/13389606_wir-sind-nicht-mehr-papst-ist-benedikt-xvi- 0:16:30<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1116&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Jesuitenpater Eberhard Freiherr von Gemmingen in der Sendung der ARD &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; vom 12.02.13:</p>
<p><span style="color:#993366;"><strong>&#8220;Das muss die katholische Kirche lernen: Jesu Prinzipien zu haben aber gleichzeitig menschenfreundlich zu sein &#8211; das ist wahnsinnig schwer.&#8221;</strong></span></p>
<p><a href="http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/13389606_wir-sind-nicht-mehr-papst-ist-benedikt-xvi-" target="_blank">http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/13389606_wir-sind-nicht-mehr-papst-ist-benedikt-xvi-</a><br />
0:16:30</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1116/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1116/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1116&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nelly</title>
		<link>http://dubiator.wordpress.com/2013/01/24/nelly/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 08:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Anstoß]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Neger-Nelly, Neger-Nelly!&#8221; krächzte es über den Schulhof, und das solcherart beschimpfte Mädchen warf sich schluchzend in die Arme seiner besten Freundin. Mit ihrem krausen Haar, den tiefdunklen Augen und ihrer braunen, samtenen Haut war sie wunderschön. Aber das wusste die Elfjährige noch nicht. Zwei schlacksige Rüpel, die offenbar meinten, sich bei dem Geschrei besonders hervortun [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1110&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1111" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/01/nelly.jpg"><img class="size-medium wp-image-1111" alt="Foto: Susan Sermoneta /CC-Lizenz Die abgebildete Person hat nichts mit der fiktiven Titelfigur der Kurzgeschichte zu tun." src="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/01/nelly.jpg?w=225&#038;h=300" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Susan Sermoneta /CC-Lizenz<br />Die abgebildete Person hat nichts mit der fiktiven Titelfigur der Kurzgeschichte zu tun.</p></div>
<p>&#8220;Neger-Nelly, Neger-Nelly!&#8221; krächzte es über den Schulhof, und das solcherart beschimpfte Mädchen warf sich schluchzend in die Arme seiner besten Freundin. Mit ihrem krausen Haar, den tiefdunklen Augen und ihrer braunen, samtenen Haut war sie wunderschön. Aber das wusste die Elfjährige noch nicht.<br />
Zwei schlacksige Rüpel, die offenbar meinten, sich bei dem Geschrei besonders hervortun zu müssen, schnappte der Aufsicht habende Lehrer am Schlafittchen und brachte sie vor die Rektorin.<br />
Die setzte mühsam den strengsten Blick auf, der ihr zur Verfügung stand, und ließ eine Standpauke ab, in der von Rassismus, Respekt und freundlichem Miteinander die Rede war und die mit der Frage schloss:<br />
&#8220;Woher habt ihr solche Ausdrücke? Was lest ihr bloß für Bücher?&#8221;<span id="more-1110"></span><br />
&#8220;Bücher, hä?&#8221; hallte es verständnislos aus beider Mund.<br />
&#8220;Ich will dieses Wort nicht noch einmal hören, sonst knallt&#8217;s!&#8221;<br />
Obwohl keineswegs klar war, was da wie laut knallen sollte, maulten die Beiden in das Stundenklingeln hinein ein halbherziges &#8220;okay&#8221;, worauf sie sich trollen durften.<br />
Um Nelly hatte sich unterdessen niemand gekümmert, jetzt war es ohnehin zu spät, denn der Unterricht musste fortgesetzt werden.<br />
In den Augen der Schulleitung war die Einrichtung nun frei von Rassismus, denn die beiden Rabauken hielten ihr Wort: Sie stellten das Brüllen ein, näherten sich Nelly nur noch unverhofft von hinten und fauchten ihr ins Ohr:<br />
&#8220;Schwarzes Opfer, schwarzes Opfer!&#8221;<br />
Sollte sich Nelly beschweren? Nichts wäre zu beweisen gewesen, Aussage hätte gegen Aussage gestanden.<br />
Nelly war eine sehr gute Sportlerin, besonders die Leichtathletik hatte es ihr angetan. Im Sprint sauste sie allen davon.<br />
Beim Schulsportfest tauchte ein Talentesucher vom Sportgymnasium auf.<br />
&#8220;Wer ist denn die kleine farbige Gazelle da?&#8221; fragte er.<br />
&#8220;Das ist unsere Nelly&#8221;, antwortete stolz die Rektorin.<br />
&#8220;Ja, ja, die Naturvölker.&#8221;<br />
&#8220;Sie ist hier geboren&#8221;, korrigierte ihn die Rektorin, &#8220;ihre Eltern sind Deutsche.&#8221;<br />
&#8220;Macht ja nichts. Ist gekauft!&#8221; trompetete der Kopfjäger.<br />
&#8220;Gekauft?&#8221; Die Rektorin riss die Augen auf.<br />
&#8220;Ja, klar – sagt man so in unserer Branche. Denken Sie nur an all die Fußballer. Na, nichts für ungut. Das Mädel hat Zukunft!&#8221;<br />
An der Sportschule begrüßte man sie nicht unfreundlich: &#8220;Aah, unsere kleine AfroAmerikanerin!&#8221;<br />
&#8220;Isch nischt Afro, isch nischt Amerika, isch deutsch, ihr Kanaken!&#8221; zischte Nelly zurück. Irgendwann musste sie anfangen, sich zu wehren.<br />
&#8220;Ist ja gut. Dann eben AfroDeutsche.&#8221;<br />
Beinahe hätte Nelly darum gebeten, wieder als Negerin bezeichnet zu werden. Eine Leistungssportlerin muss wohl hart sein, auch im Nehmen.</p>
<p><span style="color:#000080;">Wollte man alle Wörter ausmerzen, mit denen Menschen beleidigt werden können, hätten wir bald keine Sprache mehr. Obwohl – eine gewisse Sprachlosigkeit stünde uns zuweilen vielleicht ganz gut zu Gesicht, oder?</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1110/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1110/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1110&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Foto: Susan Sermoneta /CC-Lizenz Die abgebildete Person hat nichts mit der fiktiven Titelfigur der Kurzgeschichte zu tun.</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Wenn es IHN nicht gäbe…</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 08:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theo-Unlogisches]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>

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		<description><![CDATA[- Gott zum Gruße, Merkwürden. Was spricht dafür, dass es ihn gibt? - Alles, mein Sohn. - Gewiss bin ich zweier Menschen Sohn, nichts spricht indes dafür, dass Ihr einer davon seid. Aber zur Sache: Eure Antwort scheint mir ein wenig allgemein. Ich könnte entgegnen: Wenn alles für seine Existenz spricht, spricht letztlich nichts dafür. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1106&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>- Gott zum Gruße, Merkwürden. Was spricht dafür, dass es ihn gibt?<br />
- Alles, mein Sohn.<br />
- Gewiss bin ich zweier Menschen Sohn, nichts spricht indes dafür, dass Ihr einer davon seid. Aber zur Sache: Eure Antwort scheint mir ein wenig allgemein. Ich könnte entgegnen: Wenn alles für seine Existenz spricht, spricht letztlich nichts dafür. Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter.<br />
- Du armseliger Wicht in deiner religiösen Unmusikalität verlangst nach Beispielen? Bitte sehr: Ohne Gott gäbe es keine Moral. Wir wüssten nicht, was Gut und Böse ist.<br />
- Wissen wir das denn?<span id="more-1106"></span><br />
- Was für eine Zukunft hätte unsere Seele ohne Gott? Ohne die verheißene Unsterblichkeit verschwände sie mit dem Dahinscheiden unseres Körpers.<br />
- Himmel oder Hölle – welch Alternative!<br />
- Wo wäre unsere eigene Schöpferkraft ohne die Inspiration des Schöpfers? Woher käme die Kreativität eines Botticelli, eines Michelangelo, eines Beethoven, Mozart …<br />
- … John Lennon …<br />
- … meinetwegen auch dessen. Wir können sie nur als göttlichen Ursprungs erklären.<br />
- Fehlt es mir <em>deshalb</em> an Talent?<br />
- Ohne Gott hätte unser Leben doch gar keinen Sinn.<br />
- Welchen hat es denn?<br />
- Das Wahre und Gute, letztlich Gott selbst zu erkennen, diese Fähigkeit macht doch die wahre Natur des Menschen aus, wie es unser Heiliger Vater so trefflich formulierte.<br />
- Der Mensch braucht Gott, um Gott zu erkennen? Sowas nenn ich Tautologie. Sagen wir&#8217;s einfacher: Der Mensch ist, dank seines fabelhaften Gehirns, als einziges Tier in der Lage, sich Götter auszudenken.<br />
- Pfui Deibel. Dich sollte man …<br />
- … auf den Scheiterhaufen?<br />
- Geht ja leider nicht mehr. Aber du bist ein treffendes Beispiel: Wie sollte man die Menschen überhaupt lenken und leiten ohne den gemeinschafts- und sinnstiftenden Glauben an Gott!<br />
- Bis zur Selbstaufgabe?<br />
- Wenn jeder selber anfängt zu denken, wo kommen wir denn hin?!<br />
- In die Selbstbestimmung?<br />
- Verstehst du denn nicht, wir brauchen IHN einfach! Gäbe es IHN nicht …<br />
- <strong>… müsste man ihn glatt erfinden!</strong> Keine weiteren Fragen, Euer Merkwürden.</p>
<p><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/01/403105_387487497933248_323356831012982_1784605_43683228_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1107" alt="403105_387487497933248_323356831012982_1784605_43683228_n" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2013/01/403105_387487497933248_323356831012982_1784605_43683228_n.jpg?w=300&#038;h=217" width="300" height="217" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1106/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1106/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1106&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Was feiern wir da überhaupt?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 07:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitten und Bräuche]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was für eine Frage&#8221;, dürfte uns der Herr Pfarrer antworten, &#8220;die Geburt unseres Herrn Jesus Christus selbstverständlich, was sonst?&#8221; Und er würde anheben, uns in salbungsvollen Worten die bekannte Weihnachtslegende zu erzählen, so wie er das jedes Jahr am vierundzwanzigsten Dezember in seiner Christmesse tut. Wem die Geschichte nicht ganz geläufig sein sollte, schlage das [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1097&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubiator.wordpress.com/2012/12/17/was-feiern-wir-da-uberhaupt/licht-im-schnee_3-2/" rel="attachment wp-att-1098"><img class="alignleft size-full wp-image-1098" alt="Licht im Schnee_3" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/12/licht-im-schnee_31.jpg?w=500"   /></a>&#8220;Was für eine Frage&#8221;, dürfte uns der Herr Pfarrer antworten, &#8220;die Geburt unseres Herrn Jesus Christus selbstverständlich, was sonst?&#8221; Und er würde anheben, uns in salbungsvollen Worten die bekannte Weihnachtslegende zu erzählen, so wie er das jedes Jahr am vierundzwanzigsten Dezember in seiner Christmesse tut. Wem die Geschichte nicht ganz geläufig sein sollte, schlage das Original in der Bibel nach: Neues Testament, Lukas, Kap. 1 u. 2 (Man mache sich die Mühe und lese beide Kapitel im Ganzen, nicht nur, wie gewöhnlich ausgewählt, die süße Geschichte Lk 2; 1-20).<span id="more-1097"></span><br />
Eine nette Story, oder? Ein bisschen skurril, durchsetzt mit allerlei Engeln und Wundern und Prophezeiungen, so recht nach dem Geschmack unserer Altvorderen. Aber Bericht einer wahren Begebenheit, wie es der Evangelist vorgibt und wie es der Herr Pfarrer unterstellt? Da dürften den einigermaßen unvoreingenommenen Betrachter schon beim Lesen gewisse Zweifel plagen: Woher weiß der Erzähler das alles? Immerhin war die heilige Familie bei der Geburt allein im Stall. Hat er einen der Hirten interviewt oder diktierte ihm ein Engel den Verlauf in die Feder?<br />
Nun, der zweifelnde Leser ist nicht allein: Selbst namhafte Theologen und historisch orientierte Bibelexegeten gehen heute davon aus, dass die Geschichte frei erfunden ist, ein Märchen, eben das fromme unter den zahllosen Weihnachtsmärchen. Der Text entstand fast hundert Jahre nach den angeblichen Ereignissen. Die spärlichen Überlieferungen über das Wirken eines jüdischen Wanderpredigers namens Jesus von Nazareth in Galiläa und seinen schmählichen Tod in Jerusalem musste man, sollten sie als Religionsgrundlage taugen, anreichern zu einem halbwegs plausiblen und Gottes Sohn würdigen Lebenslauf mit dessen Geburt als erstem Knalleffekt.<br />
Der Theologe Heinz-Werner Kubitza schreibt dazu: &#8220;Das ganze Weihnachtsfest entbehrt jeglicher histo-rischen Grundlage, die so bekannten Geschichten sind ein Konglomerat aus Geschichtsirrtümern, Wunschdenken und Dogmatik. Das Hauptfest der Christen gründet sich zur Gänze auf Legenden. Hier sind nicht einzelne Punkte verändert oder erfunden worden, hier ist ein ganzer Kranz von Legenden, historisch wertlos, jedoch von großer traditioneller Beständigkeit und weit reichender Wirkungsgeschichte, aus frommer Fantasie erfunden worden.&#8221; (Kubitza: Der Jesuswahn – Wie die Christen sich ihren Gott erschufen; Marburg 2011, S. 88)<br />
Dem Evangelisten Lukas, wer immer das auch war, gelang dies offenbar hervorragend: Die Story ist bis heute ein Renner.<br />
Die erste kirchliche Geburtstagsfeier Christi fand erst nach über 350 Jahren in Rom statt. Man setzte sie auf den 25. Dezember, das damals traditionelle Hauptfest des <em>Deus Sol Invictus</em>, eines alten Sonnenkultes. Sonnenklarer, cleverer Schachzug: Wintersonnenwende, die jährliche Wiederkehr des Lichtes, feiern Menschen auf der ganzen Erde wohl spätestens seit der Jungsteinzeit, seit für Ackerbauern und Viehzüchter der Sonnenstand existentielle Bedeutung erfuhr, begrüßte man die länger werdenden Tage alljährlich mit Jubel und Tanz. Es dürfte für Papst Liberius, den damaligen Bischof von Rom, ein Leichtes gewesen sein, diesem tief verwurzelten Fest einen neuen, wenn auch nicht eben originellen, Inhalt überzustülpen. Ein weiteres heidnisches Fest Anfang Januar, nämlich die Geburt des Gottes Aion durch die jungfräuliche (oha!) Göttin Kore erledigte man eleganterweise gleich mit – und schaffte so eine äußerst praktische Voraussetzung für die spätere weltweite Christianisierung. Den Einfluss von überkommenem Brauchtum missionierter Völker ließ man großmütig zu, aus heutiger Sicht der Glaubenskongregation möglicherweise ein schwerer Fehler, denn die Weihnachtsfolklore hat sich unterdessen weltweit ziemlich selbstständig gemacht.<br />
Immerhin feiert auch der bekennende Christ neben dem Geburtstag eines Gottessohnes, dessen historische Existenz zwar wahrscheinlich aber keineswegs belegt ist, geschweige denn sein Geburtsdatum, wohl vor allem das kuschelige Zusammensein in der Familie bei Müller-Thurgau und Gänsebraten, und freut sich wenigstens unterbewusst, dass die Tage nun wieder länger werden. Und beim Beschenken seiner Lieben mag er allenfalls noch an Gold denken, kaum jedoch an Weihrauch oder Myrrhe.<br />
Kirchenobere mögen es bedauern, dass das Weihnachtsfest mehr als jedes andere von Folklore und Kommerz okkupiert wurde, ein moralisches Recht zur Beschwerde indessen steht ihnen nicht zu, haben doch ihre geistlichen Vorfahren einst im Zuge der Missionierung Europas das Lichterfest, die Wintersonnenwende oder was man sonst Einschlägiges hier seit Jahrtausenden feierte, noch viel massiver okkupiert.<br />
Außerdem ist es seit je her ein Markenzeichen des erfolgreichen Geschäftsmodells Kirche selbst, sich Volkes Sitten und Bräuche nach Kräften einzuverleiben. Was hat beispielsweise ein Fichten-, Kiefern- oder Tannenbaum mit der oben erwähnten Geburts-geschichte Jesu zu tun? Von einer kerzenbestückten Zypresse ist dort jedenfalls weit und breit nichts zu lesen, so weit reichte Lukas&#8217; blühende Fantasie denn doch nicht. Dennoch lässt der Pfarrer zur Christmesse gewöhnlich ein Prachtexemplar von immergrünem Nadelbaum als Symbol des Lichtes und des Lebens, das den härtesten Winter überdauert, in seiner Kirche aufstellen. Überhaupt ist im Christentum verdächtig viel vom Licht die Rede, von hellem Schein und von strahlenden Sternen, den unentbehrlichen Fixpunkten menschlicher Orientierung in der Dunkelheit von alters her.</p>
<p>Geradezu skurril ist der Wirrwarr um die imaginären Protagonisten des Festes: Welche Beschenkungsfigur mag wohl die gottgefälligste sein? Katholiken scheinen das engelsähnliche Christkind zu favorisieren, das paradoxerweise einst aus Luthers Heiligem Christ hervorging, den er als Gegenmodell zum Heiligen Nikolaus postulierte, da das Glaubensschema seines Protestantismus keinen Platz für Heilige ließ. Dieser Nikolaus wiederum verweltlichte nach und nach zum Weihnachtsmann, heute besonders beliebt in evangelischen Gefilden und, zuweilen nervtötend in seiner Omnipräsenz, beim mehr oder weniger christlichen Kommerz. Ausgerechnet in den USA, wo dies wahrscheinlich am penetrantesten geschah und wo man einer modernen Legende nach den Coca-Cola-Konzern der Erfindung seines roten Mantels verdächtigt, heißt er noch immer Santa Claus. Der Ur-Nikolaus indessen schleicht nur noch weitgehend ungesehen in der Nacht zum sechsten Dezember herbei, um den Kindern etwas in die Schuhe zu schieben. Dadurch wurde sein Knecht Ruprecht gewissermaßen arbeitslos. Diese Fehlentwicklung bedauert man derzeit in gewissen katholischen Kreisen, denn damit befindet sich das Mini-Tribunal aus Nikolaus mit dem Goldenen Buch und Ruprecht mit der Rute, das einst die kleinen Racker Mores lehrte, auf dem Rückzug. Ein böses Beispiel für Sittenverfall durch Religionsverdrängung! Ganz ähnlich erging es übrigens Väterchen Frost, der sowjetischen alternativen Ersatzfigur für all die Vorgenannten. Er versank zusammen mit der pseudoreligiösen sozialistischen Ideologie nahezu vollständig in der Bedeutungslosigkeit. Nun, wohl zu Recht, denn dass der heizkostensteigernde und unfallverursachende Frost ein gütiges Väterchen sein soll erschließt sich halbwegs aufgeweckten Mädchen und Jungen sicherlich ebenso wenig wie die Vorstellung vom geflügelten Christkindlein, das auf seinen schmächtigen Schultern tonnenweise Geschenke herbeibuckelt.<br />
Was spricht eigentlich dagegen, wenn klein Jennifer von Anfang an weiß, dass die Barbie vom Pappi ist, und wenn Paulchen anstatt dem falschbärtigen Weihnachtsmann der Oma ein Dankesküsschen aufdrückt für den schönen neuen Computer? Sind nicht auch fromme Lügen Lügen? Besonders die, und besonders gegenüber kleinen Kindern, die uns ihr uneingeschränktes Vertrauen schenken?<br />
Wie wär‘s, wenn wir all den Kitsch beiseite schöben, den kommerziellen ebenso wie den religiösen, und gemeinsam anlässlich der zunehmenden Helligkeit ein glaubensunabhängiges Fest der Liebe, des Miteinanders und des Friedens feierten, jeder mit den Bräuchen und den Speisen, die ihm am besten schmecken? Ginge der Zauber der Weihnacht dann verloren? Aber das ist nur ein Vorschlag.<br />
Möge ein Jeder das Fest des Lichtes nach seiner Fasson feiern. Die christliche Variante ist jedenfalls historisch wie folkloristisch gesehen nur eine unter vielen. Und genau das ist das Schöne daran: Wir brauchen uns nicht mit einem schlechten Gewissen zu belasten, falls wir an andere oder an gar keine Götter glauben und trotzdem Weihnachten feiern. Und wir können getrost alle Menschen, egal welchem Kulturkreis sie sich zugehörig fühlen, zu diesem Fest herzlich einladen.<br />
Denn die Erde wandert um die Sonne mit uns allen.</p>
<p><a href="http://dubiator.wordpress.com/2012/12/17/was-feiern-wir-da-uberhaupt/der-dicke_1/" rel="attachment wp-att-1099"><img alt="Der Dicke_1" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/12/der-dicke_1.jpg?w=151&#038;h=137" width="151" height="137" /></a></p>
<p>aus: R. Buchheim: <a href="http://www.epubli.de/shop/buch/werde-Licht-Rainer-Buchheim-9783844233902/20279" target="_blank">Es werde Licht &#8211; Das Büchlein zum Fest</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1097/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1097/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1097&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Der Dicke_1</media:title>
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		<title>Ein dunkler Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 08:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kirche und Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Beschneidung]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1088&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubiator.wordpress.com/2012/12/13/ein-dunkler-tag/oh/" rel="attachment wp-att-1089"><img src="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/12/oh.jpg?w=500&#038;h=554" alt="oh" width="500" height="554" class="alignleft size-full wp-image-1089" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1088/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1088/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1088&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Oh Tannenbaum!</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 08:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sitten und Bräuche]]></category>
		<category><![CDATA[Christbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Lichterbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtfest]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachtsbaum]]></category>

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		<description><![CDATA[Christbaum – was für eine merkwürdige Bezeichnung. Was hat eine Tanne, Fichte oder Kiefer wohl mit Jesus Christus zu tun? Schließlich wird sie doch nicht gesalbt (Christus: Der Gesalbte) sondern allenfalls geschmückt oder angeputzt, wie man in manchen Gegenden zu sagen pflegt, mit allerlei Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Süßigkeiten, bunten Figürchen, Sternchen aus Stroh oder Papier [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1081&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubiator.wordpress.com/2012/12/04/oh-tannenbaum/weihnachtsbaum/" rel="attachment wp-att-1082"><img class="alignleft size-medium wp-image-1082" alt="Weihnachtsbaum" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/12/weihnachtsbaum.jpg?w=110&#038;h=300" height="300" width="110" /></a><em>Christbaum</em> – was für eine merkwürdige Bezeichnung.<br />
Was hat eine Tanne, Fichte oder Kiefer wohl mit Jesus Christus zu tun? Schließlich wird sie doch nicht gesalbt (Christus: Der Gesalbte) sondern allenfalls geschmückt oder angeputzt, wie man in manchen Gegenden zu sagen pflegt, mit allerlei Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Süßigkeiten, bunten Figürchen, Sternchen aus Stroh oder Papier und (früher war mehr) Lametta. Neben, vor oder hinter dem Stall von Bethlehem mag vielleicht eine Zypresse gestanden haben, das lässt sich nicht ausschließen, allein nicht einmal der phantasiebegabte Evangelist Lukas weiß davon zu berichten.<span id="more-1081"></span><br />
Schauen wir einmal ganz tief in die Vergangenheit, so finden wir die Ursprünge dieser Sitte wie so oft in verschiedenen Kulturen. Schon im Mithras-Kult der alten Römer – aus dessen Fundus an Mythen und Bräuchen sich das spätere Christentum übrigens reichlich bediente &#8211; ehrte man seit dem minus14. Jahrhundert zur Wintersonnenwende den Sonnengott durch das Schmücken eines Baumes. Eine immergrüne Pflanze als Symbol von Vitalität, Durchhaltevermögen und Hoffnung auf den Frühling erscheint ja auch durchaus plausibel. Paradox und damit typisch menschlich ist daran nur, dass man dem verehrten Träger der Lebenskraft genau diese nimmt indem man ihn absägt und in die warme, trockene Behausung schleppt, um sich alsbald darüber zu beklagen, dass er umgehend seine <em>treuen Blätter</em> abwirft.<br />
Aus dem Mittelalter ist bekannt, dass man gelegentlich in Kirchen mit Äpfeln behängte sogenannte Paradiesbäume aufstellte. Eine Huldigung der verbotenen Frucht der Erkenntnis? Das klingt sympathisch. Möglicherweise gab man deshalb diesen Brauch bald wieder auf. Heutige rote Kugeln am Baum mögen daran erinnern.<br />
Gelegentlich stellten im 16. Jahrhundert Zünfte, Vereine und Ratsherren Tannenbäume auf Märkten oder in ihren Geschäftsräumen auf. Allgemein üblich wurde die Sache im Verlaufe des 17. Jahrhunderts, natürlich zunächst nur in Haushalten, die es sich leisten konnten. Aus dieser Zeit stammt auch der erste Hinweis auf einen kerzenbestückten Baum. Das Talglicht auf dem <em>grünen Reis</em> als Ausdruck der wohlbegründeten Hoffnung auf Wiederkehr von Wärme und längeren Tagen ist ein ebenso anrührendes wie naheliegendes Symbol, obgleich brandgefährlich. War letzteres vielleicht der Grund, weshalb die Kirche sich dagegen sträubte? Wohl eher weniger, wie der Geifer eines Predigers am Straßburger Münster nahelegt: &#8220;Unter anderen Lappalien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begehet, ist auch der Weihnachts- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben mit Puppen und Zucker behängt, und ihn hernach abschüttelt und abblühen (abräumen) lässt. Wo die Gewohnheit herkommt, weiß ich nicht; ist ein Kinderspiel&#8221;(1)<br />
Warum kommt uns diese Äußerung nur so bekannt vor?<br />
Mit dem 18. Jahrhundert verdichten sich Berichte über den Weihnachtsbaum: u.a. Goethe, Schiller, Hebel und Hoffmann (der mit den Erzählungen) führten ihn in die Literatur ein. Den ersten Lichterbaum in Wien stellte übrigens 1814 eine angesehene jüdische Gesellschaftsdame in ihrem Salon auf – <em>Christbaum</em>? Nebbich!<br />
Freilich konnten sich das bis dahin nur Begüterte leisten, denn Tannen waren knapp in Mitteleuropa. Erst mit dem Anlegen von Nadelwald-Monokulturen ging in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die grüne Post so richtig ab.<br />
Nach wie vor billigte die Kirche zunächst diesen heidnischen Brauch keineswegs. Ihr gehörten große Waldgebiete und sie schritt gegen das Plündern des Waldes zur Weihnachtszeit ein. Schließlich übernahm sie ihn aber doch – ein Schelm, wer dabei ans Geschäft denkt – wie sie im Laufe ihrer jahrhundertealten Tradition schon so viele Volksbräuche okkupiert hatte. Einfach Tolerieren ist ihre Sache nicht: Verdammen oder einverleiben, das war hier die Frage. Und so stellen seither Pfarrer beider Konfessionen das Gewächs unter dem Namen <em>Christbaum</em> in ihre Kirchen. Halleluja!<br />
Nun, selbst das ist halb so schlimm im Vergleich zur Unverschämtheit, mit der Kirchenobere die Menschenrechte, die weiß Gott mühsam genug gegen die Macht von Ihresgleichen durchgesetzt werden mussten, neuerdings von den <em>Zehn Geboten </em>ableiten.</p>
<p>(1)zitiert nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum </a>(Zugriff 03.12.12)<br />
Quelle der historischen Fakten: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum" target="_blank">Wikipedia, Stichwort Weihnachtsbaum</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1081/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1081&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Geschichten zum Vorlesen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 15:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dubiator</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[epubli präsentiert Geschichten zum Vorlesen Gutenachtgeschichten Softcover A4, 140 Seiten epubli-Verlag Berlin ISBN 978-3-84423-906-5 &#8220;Wer kann sich nicht daran erinnern, im warmen Bett zu liegen, sich an die Seite seiner Eltern zu schmiegen und gespannt deren Erzählungen zu lauschen. Das Abtauchen in ferne Welten, aufregende Abenteuer und fremde Wesen hat unsere Fantasie und Träume beflügelt. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1074&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/11/gzv_cover.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1075" title="GzV_Cover" alt="" src="http://dubiator.files.wordpress.com/2012/11/gzv_cover.jpg?w=130&#038;h=194" height="194" width="130" /></a><span style="color:#ff0000;">epubli</span> präsentiert</p>
<h3><a href="http://www.epubli.de/shop/buch/Geschichten-zum-Vorlesen---Gutenachtgeschichten-epubli-GmbH-9783844239072/21738" target="_blank"><strong>Geschichten zum Vorlesen</strong></a><br />
Gutenachtgeschichten</h3>
<p>Softcover A4, 140 Seiten</p>
<p><a href="http://www.epubli.de/?gclid=CIzN1sC16rMCFcq7zAod9RIAtAtp://" target="_blank">epubli-Verlag Berlin</a></p>
<p>ISBN 978-3-84423-906-5</p>
<p>&#8220;Wer kann sich nicht daran erinnern, im warmen Bett zu liegen, sich an die Seite seiner Eltern zu schmiegen und gespannt deren Erzählungen zu lauschen. Das Abtauchen in ferne Welten, aufregende Abenteuer und fremde Wesen hat unsere Fantasie und Träume beflügelt. Bei vielen weckten gerade diese Erlebnisse das Interesse an Büchern und machten einige zu regelrechten Bücherwürmern.<br />
Vorlesen fördert das kindliche Interesse für das geschriebene Wort und hilft dadurch, Lesekompetenz zu vermitteln. …<span id="more-1074"></span><br />
In diesem Jahr rief epubli Autoren und Geschichtenerzähler auf, Gutenachtgeschichten für ein Vorlesebuch einzusenden. Mehr als 100 Autoren kamen dem Aufruf nach. … Die besten Geschichten wurden für dieses Buch liebevoll ausgewählt, aufbereitet und illustriert.<br />
Die Erlöse dieses Buches werden zu 100% an den Vorleseclub der Stiftung Lesen gespendet. … Mit dem Kauf dieses Buches tun Sie daher nicht nur Ihren Kindern etwas Gutes, sondern unterstützen auch die bundesweite Leseförderung anderer Kinder.&#8221;<br />
(aus dem Vorwort)</p>
<p>Und hier eine kleine Leseprobe:</p>
<p><span style="color:#0000ff;">Rainer Buchheim</span><br />
<span style="color:#0000ff;"><strong>Hilfe!</strong></span></p>
<p><span style="color:#0000ff;">Ein vorwitziger Sonnenstrahl zwängte sich durch die hohen Kiefernwipfel und huschte bis herab zum Waldboden. Dort kitzelte er, einfach so aus Schabernack, einen kleinen Mistkäfer am Fühler, der unweit seiner Behausung &#8211; einem schon recht vertrockneten und zerklüfteten Baumstumpf &#8211; sein Mittagsschläfchen hielt.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Ha-ha-hat-tschiiie“, nieste der kleine Mistkäfer und blinzelte verdutzt in die Runde. Sogleich aber rappelte er sich auf und begann wacker draufloszustiefeln. Er wollte ergründen, woher denn die Sonne käme, und ließ den heimatlichen Baumstumpf weit hinter sich.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Mistkäfer“, brummelte er vor sich hin, „Mistkäfer &#8211; was für ein hässlicher Name!“ Dabei hatte ihn sein Vater, der große Mistkäfer, erst am Morgen deswegen getröstet: „Mach dir nichts daraus. Was bedeutet schon ein Name? Den haben uns doch nur die Menschen verpaßt, Menschen, die viel zu hochnäsig durch die Welt stolzieren als dass sie erkennen könnten, wie schön all das Getier ist, das am Erdboden krabbelt und kreucht. Schau dir nur einmal unseren Rücken an: Schimmert er nicht wie feinster Lack, grüner und dunkler noch als das Moos? Ha, und fällt erst ein Sonnenstrahl darauf, dann funkelt er gar wie ein Edelstein, ein Edelstein, den die Menschen Smaragd nennen. Von Käfern verstehen sie halt nichts. Wir sind ihnen einfach zu klein.“</span><br />
<span style="color:#0000ff;">So hatte der Vater gesprochen, und deshalb stapfte der kleine Mistkäfer immer weiter, Schritt für Schritt, Meter für Meter, um den Sonnenschein zu suchen, bis er endlich am Rande einer Lichtung anlangte. Überwältigt starrte er in die Sonne, die neben ein paar Federwölkchen hoch am Himmel stand.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Wart nur“, rief der kleine Mistkäfer voller Übermut, „bin ich schon so weit gelaufen, dann will ich jetzt auch noch das kleine Stück zu dir hinaufsteigen.“ Sprach’s und begann, einen dicken, hohen Grashalm zu erklimmen. Zunächst vorsichtig tastend, dann immer sicherer und immer schneller, immer höher und höher krabbelte er hinauf. „Wart, wart, gleich bin ich bei dir.“</span><br />
<span style="color:#0000ff;">Schon begann sich der Halm zu biegen, aber unser kleiner Mistkäfer ließ sich nicht beirren. „Nur noch ein Stückchen, dann bin ich da. Gleich glänzen wir beide um die Wette&#8230;“ Doch da geschah’s. Als der kleine Mistkäfer schon fast die Spitze des Gras-halms erreicht hatte, knickte dieser unter der ungewohnten Last ab, und &#8211; bums &#8211; lan-dete unser Käferlein wieder da, wo es hergekommen war: auf dem Waldboden. Zum Glück war sein Rücken gepanzert und der Boden mit Laub gepolstert.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Uff“, stöhnte der kleine Mistkäfer. Aber nachdem er seinen Schreck überwunden hat-te, rief er dem Grashalm trotzig zu: „Hat ja gar nicht weh getan.“ Der schaukelte nur sanft und stumm im leisen Nachmittagswind und schüttelte sich nicht einmal, als ginge ihn das alles gar nichts an.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Auch gut“, sagte der kleine Mistkäfer zur Sonne, „bleibst du eben alleine da oben. Und ich troll mich jetzt wieder nach Hause. Hab für heute genug von der weiten Welt.“</span><br />
<span style="color:#0000ff;">Aber das war wohl leichter dahergesagt als getan. Erst jetzt bemerkte er, dass er über sich nur den strahlenden Himmel und die grelle Sonne wahrnahm, und dass seine sechs Beine hilflos in der Luft zappelten. So wild er sich auch bewegte, so sehr er sich auch anstrengen mochte, er bekam einfach den Boden nicht wieder unter die Füße.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">„Oh weh“, begann er da zu jammern, „die ganze Welt steht auf dem Kopf.“</span><br />
<span style="color:#0000ff;">Und er schrie: „Hilfe, Hilfe! Hört mich denn keiner?“ Aber wie laut kann ein kleiner Mistkäfer schon schreien?</span><br />
<span style="color:#0000ff;">Ganz langsam sank die Sonne tiefer und tiefer herab, als wolle sie jetzt zu ihm kom-men, um ihn zu trösten. Seine Hilferufe gingen in ein leises Winseln über, dann ward er still und schnappte nur noch nach Luft.</span><br />
<span style="color:#0000ff;">&#8230;</span></p>
<p>Tja – wer nun wissen will, wie&#8217;s weitergeht: siehe oben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dubiator.wordpress.com/1074/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dubiator.wordpress.com/1074/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dubiator.wordpress.com&#038;blog=11548064&#038;post=1074&#038;subd=dubiator&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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