Installation eines unbekannten Künstlers in einer Vitrine auf dem Ku’damm:
Was, bitte, ist Christliche Wissenschaft? Weiterlesen ‘Das Buch der Bücher’
Glaube schlägt Wurzeln – Zweifel verleiht Flügel
Installation eines unbekannten Künstlers in einer Vitrine auf dem Ku’damm:
Was, bitte, ist Christliche Wissenschaft? Weiterlesen ‘Das Buch der Bücher’
Jesus
der arme Mensch
getauft
gebetet
gepredigt
geeifert
gefasst
getötet
geirrt
gescheitert
Heinz-Werner Kubitza: Der Jesuswahn
Untertitel: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen
Tectum Verlag Marburg 2011
ISBN: 978-3-8288-2435-5
Der Untertitel dieses Buches könnte auch lauten: Sukzessive Apotheose eines gescheiterten Wanderpredigers.
Mit hoher Fachkompetenz und bewundernswerter historischer und religionswissenschaftlicher Genauigkeit weist Dr. Heinz-Werner Kubitza den Hergang jener Konstruktion nach, der Christen wie Nichtchristen gemeinhin als Bild Jesu Christi geläufig ist. Der Mann weiß, wovon er schreibt, er ist von Hause aus Theologe. Und er weiß, wie man schreibt, um auch den interessierten Laien zu fesseln, getreu dem Grundsatz: Wer etwas zu verschleiern sucht, gerät gewöhnlich ins nebelhafte Schwurbeln, wer hingegen etwas zu sagen hat, kann es deutlich und klar ausdrücken. Weiterlesen ‘Der Jesuswahn’
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, die von Beruf Fischer waren, Simon, der auch Petrus genannt wird, und Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz aus. Jesus sagte zu ihnen: „Geht mit mir! Ich mache euch zu Menschenfischern.“ Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
(Mt 4; 18-20)
Oh wäre doch Petrus nicht von gar so schnellem Entschlusse gewesen! Schließlich äußerte Jesus seine Gleichnisse und Metaphern nicht ohne tieferen Sinn. Und dieser könnte hier darin bestanden haben anzudeuten, worum es ihm wirklich ging.
Wäre der gute Simon Petrus nur ein wenig kritischer gewesen, so hätte er möglicherweise seinem verehrten Meister die Frage gestellt:
„Oh Herr, weißt du denn nicht, was ein Fischer tut? Zunächst knüpft er ein Netz, so fein, dass das Fischlein es frühestens erkennt, wenn es zu spät ist; aber auch so fest, dass es für das gefangene Fischlein kein Entrinnen gibt, mag es auch noch so heftig zappeln.
Sodann hievt er das volle Netz in sein Boot, entzieht also den Fischlein ihr natürliches Element, so dass die Körper verschmachten und ihre Seele aufgeben. Dann bringt er sie an Land um sie zu verkaufen.
Nun, oh Herr, mit Fischen mag das angehen, denn sie sind unsere Nahrung. Aber mit Menschen?“
Wäre Petrus ein Weiser gewesen anstatt ein Mitläufer, wer weiß…
Als erster Gastbeitrag ein fiktiver religiöser Dialog von HiFi Teifi, dem rasenden Reporter der bfg-Homepage
Kein Wort von Jesus ist seriös dokumentiert. Die Niederschriften in der Bibel wurden Jahrzehnte nach seinem Tod verfaßt, und die Informationen stammten aus zweiter, dritter, vierter Hand. Die mystifizierte Darstellung der Bibel ist überaus glaubensbeflissen, doch ist sie widersprüchlich, unrealistisch und vernunftwidrig. Religiöse Offenbarungen sind keine belastbaren Fakten, sondern Gerüchte. In diesem fiktiven Dialog werden die Ereignisse nach Jesu Tod viel glaubhafter dargelegt.
Zu jener Zeit stand das Land unter römischer Besatzung. Überall grassierte der Weltuntergangsglaube, so dass es naheliegt, Jesus damit in Verbindung zu bringen. Ein Götterbote, der Messias, wurde händeringend gesucht, denn wenn sich der Gott selber schon nicht blicken ließ, wollte man wenigstens Insidernachrichten. Wie sich die Geburt des christlichen Gotts tatsächlich abgespielt haben könnte, zeigt dieser Dialog in modernisierter Sprache und in realistischer Würdigung der Faktenlage. Die zugrundeliegende Logik wird klar herausgearbeitet, um ein plausibles Gegenmodell zu der Frage zu schaffen, wie das wohl zuging.
Paukus und Paps im Gespräch über Jesus; A: Paukus, B: Paps
A: »Wir sollten uns ein paar Gedanken machen, Paps.«
B: »Ja, jetzt ist er schon ein paar Tage tot, und wir müssen überlegen, wen wir an Jesu Stelle losschicken, Paukus.«
A: »Stimmt. Er hat die Botschaft ja rübergebracht, auch wenn er unsere Heilkräuter nicht gut verkauft hat. Schauderhaftes Zeug, wenn du mich fragst.« Weiterlesen ‘Wie das wohl zuging’
Einst habe ich gelernt, in der klassischen wie in einer modernen bürgerlichen Demokratie herrsche eine strikte Trennung von Legislative, Exekutive und Jurisprudenz – im Gegensatz beispielsweise zur absolutistischen Monarchie oder zu einer Diktatur.
In unserem Staate kann es damit allerdings nicht allzu weit her sein, wenn schon die Kirche die drei Gewalten ebenso traditionell wie erfolgreich durchfilzt:
Da schwört man in den Parlamenten auf die Bibel, obwohl in ebendiesem Buche geschrieben steht, man solle überhaupt nicht schwören – so wahr mir Gott helfe.
In den staatlichen Schulen wird Religionsunterricht erteilt, und Pfarrer sorgen für die Seelen traumatisierter Polizisten.
in den Justizpalästen schließlich richtet man unter dem Kruzifix. Und eine Ministerin anderen Glaubens muß sich dafür entschuldigen, daß sie für die verfassungsmäßige Trennung von Kirche und Staat eingetreten ist.
Kruzifix! Da möge der Gottseibeiuns dreinschlagen!
Bald nun ist – nein, nicht Weihnachtszeit, obwohl der nicht enden wollende Winter dieses durchaus nahelegen könnte – sondern das höchste der christlichen Feste: Das Fest der Auferstehung des Herrn. Und eine Woche zuvor – Hosiannah – ist der Palmsonntag. An diesem oder um diesen drumherum finden traditionsgemäß die Konfirmationen statt. Im Interesse einer ausgewogenen Beeinflussung des gewöhnlich weltanschaulich suchenden jungen Menschen sollte man einer jeden Konfirmandin und einem jeden Konfirmanden dieses Werk auf den Gabentisch schmuggeln:
Reimbibel
Die Schreckliche Schrift in Reimen und Versen
Verlag Books on Demand GmbH
2. Auflage: Juni 2009
ISBN-10: 3837098761
ISBN-13: 978-3837098761
Broschiert, 304 Seiten
Da sich die Theologie als Wissenschaft versteht, sollte sie sich unter anderem folgende Fragen gefallen lassen:
Was ist ihr Forschungsgegenstand?
Gott?
Das darf eigentlich nicht sein, denn ER selbst verwahrt sich ja bereits im Zweiten Gebot dagegen, daß man ihm zu nah auf die Pelle rückt: „Fertige dir kein Gottesbild an. Mach dir auch kein Abbild von irgend etwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer.“ (Ex. 20;4)
Genaugenommen verbietet ER damit im ersten Satz die Theologie und im zweiten die Naturwissenschaften. Wen wundert’s? Weiterlesen ‘Theologie’
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