Mit 'Religion' getaggte Einträge

Glaube und Entweltlichung?

“Die von ihrer materiellen und politischen Last befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein”, erklärte Benedikt XVI. Und “Die eigentliche Krise der Kirche (ist) eine Krise des Glaubens.”*
Solche Worte könnten uns optimistisch stimmen hinsichtlich der Trennung von Kirche und Staat, wüssten wir nicht spätestens seit seiner unsäglichen Rede vor dem Bundestag, dass sich die wahre Bedeutung von Papstworten sehr wohl erst nach genauerem Hinsehen und dann ganz anders erschließen kann als es zunächst den Anschein hat. Weiterlesen ‘Glaube und Entweltlichung?’

Fünfzig Jahre

Ideologien schaffen Mauern.

Ideologie: Argumentationssystem zur Massenmanipulation zwecks Machterhalt
Religion: Ideologie, die sich von der Annahme der Existenz jenseitiger Wesen ableitet

(Genaueres zum Wesen dieser Begriffe findet sich bei A. Kilian: Die Logik der Nicht-Logik, S. 177 ff)

Gretchenfrage

Wie hast du’s mit der Religion?

“Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen – auch nicht der Islam.”

So der Untertitel eines bemerkenswerten Essays von Monika Maron in DER SPIEGEL 11/2011 (S. 152 f). Weiterlesen ‘Gretchenfrage’

Die Logik der Nicht-Logik

Buchtipp:
Andreas Kilian: Die Logik der Nicht-Logik
Untertitel: Wie Wissenschaft das Phänomen Religion heute biologisch definieren kann
Alibri Verlag Aschaffenburg 2010, ISBN 978-3-86569-062-3

Buchcover
Warum hängt eine überwiegende Mehrheit der Menschen irgendeiner Religion an? Birgt Religiosität einen evolutionären Vorteil in sich, und wenn ja, welchen? Wo liegen die biologischen Wurzeln von Glauben und Religiosität? Was ist letztlich Substanz und Funktion von Religionen?
Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, sollte durchaus zu dieser rund zweihundert Seiten umfassenden Abhandlung des Biologen Dr. rer. nat. Andreas A. Kilian greifen. Weiterlesen ‘Die Logik der Nicht-Logik’

Frei nach Marx

Die Theologen haben die Religion nur verschieden angepaßt.
Es kommt aber darauf an, sie zu überwinden.

Diese Abwandlung der 11. Feuerbachthese ist von mir. Ich erhebe keinen urheberrechtlichen Anspruch. Ihr dürft sie nach Herzenslust zitieren, verwenden, verbreiten. Sollte sie auf diese Weise einmal zum Geflügelten Wort werden – ich wäre überglücklich.

Wie das wohl zuging

Als erster Gastbeitrag ein fiktiver religiöser Dialog von HiFi Teifi, dem rasenden Reporter der bfg-Homepage

Kein Wort von Jesus ist seriös dokumentiert. Die Niederschriften in der Bibel wurden Jahrzehnte nach seinem Tod verfaßt, und die Informationen stammten aus zweiter, dritter, vierter Hand. Die mystifizierte Darstellung der Bibel ist überaus glaubensbeflissen, doch ist sie widersprüchlich, unrealistisch und vernunftwidrig. Religiöse Offenbarungen sind keine belastbaren Fakten, sondern Gerüchte. In diesem fiktiven Dialog werden die Ereignisse nach Jesu Tod viel glaubhafter dargelegt.
Zu jener Zeit stand das Land unter römischer Besatzung. Überall grassierte der Weltuntergangsglaube, so dass es naheliegt, Jesus damit in Verbindung zu bringen. Ein Götterbote, der Messias, wurde händeringend gesucht, denn wenn sich der Gott selber schon nicht blicken ließ, wollte man wenigstens Insidernachrichten. Wie sich die Geburt des christlichen Gotts tatsächlich abgespielt haben könnte, zeigt dieser Dialog in modernisierter Sprache und in realistischer Würdigung der Faktenlage. Die zugrundeliegende Logik wird klar herausgearbeitet, um ein plausibles Gegenmodell zu der Frage zu schaffen, wie das wohl zuging.

Paukus und Paps im Gespräch über Jesus; A: Paukus, B: Paps

A: »Wir sollten uns ein paar Gedanken machen, Paps.«
B: »Ja, jetzt ist er schon ein paar Tage tot, und wir müssen überlegen, wen wir an Jesu Stelle losschicken, Paukus.«
A: »Stimmt. Er hat die Botschaft ja rübergebracht, auch wenn er unsere Heilkräuter nicht gut verkauft hat. Schauderhaftes Zeug, wenn du mich fragst.« Weiterlesen ‘Wie das wohl zuging’

Gar nicht lustig

Religionsausübung geht mit schwerer Körperverletzung einher:

Artikel aus SPIEGEL

aus: DER SPIEGEL 27/2010

Noch Fragen?

Realsatire

Warum gebärden sich Gläubige oft so aggressiv, wenn sie den Eindruck haben, ihre Religion werde lächerlich gemacht? Weil sie lächerlich ist. Dem bissigsten Kabarettisten fiele wohl niemals solches Kabarett ein:

SPIEGEL-Artikel

aus: DER SPIEGEL 26/2010

Der Prophet war passionierter Autofahrer, wie jeder weiß, und ließ wie alle Machos nur höchst ungern eine Frau ans Steuer.
Wann endlich faßt die Welt den Mut, die Religioten schallend auszulachen?

Gewaltenteilung

Einst habe ich gelernt, in der klassischen wie in einer modernen bürgerlichen Demokratie herrsche eine strikte Trennung von Legislative, Exekutive und Jurisprudenz – im Gegensatz beispielsweise zur absolutistischen Monarchie oder zu einer Diktatur.
In unserem Staate kann es damit allerdings nicht allzu weit her sein, wenn schon die Kirche die drei Gewalten ebenso traditionell wie erfolgreich durchfilzt:
Da schwört man in den Parlamenten auf die Bibel, obwohl in ebendiesem Buche geschrieben steht, man solle überhaupt nicht schwören – so wahr mir Gott helfe.
In den staatlichen Schulen wird Religionsunterricht erteilt, und Pfarrer sorgen für die Seelen traumatisierter Polizisten.
in  den Justizpalästen schließlich richtet man unter dem Kruzifix. Und eine Ministerin anderen Glaubens muß sich dafür entschuldigen, daß sie für die verfassungsmäßige Trennung von Kirche und Staat eingetreten ist.
Kruzifix! Da möge der Gottseibeiuns dreinschlagen!

Gotteswahn

aus DER SPIEGEL 8/2010 S. 96:

Textausschnitt aus SPIEGEL-Artikel "Geduldeter Hass"

Aber hallo – gehts noch?
Bisher schlug man sich im Namen Gottes die Schädel ein, jetzt keilen sie sich schon um den Namen. (Dabei solls doch ein und derselbe Gott sein, oder?)
Manche Leute finden immer noch Dawkins’ Begriff vom Gotteswahn unangemessen!
Freilich geht es um handfestere Gründe als den Glauben, als da sind Macht, Neid, Gier und Mißgunst. Aber mittels Religion läßt sich Hysterie nun einmal so trefflich schüren…


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.

 

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