…allein mir fehlt der Glaube.
Nein, mir fehlt der Glaube nicht. Im Gegenteil: Dass ich frei von ihm bin, erfüllt mich mit Leichtigkeit.
Warum sollte ich ihn auch vermissen? Entspringt er nicht lediglich dem Wunsche nach Geborgenheit und der Furcht vor dem Tod?
Aber Geborgenheit wird gewöhnlich mit dem Preis der Unfreiheit bezahlt.
Und warum sollte ich Angst vor dem Tode haben? Mit meinem Ableben wird für mich nichts als das Nichts anbrechen. Wer fürchtet sich denn vor dem Nichts? Vor einem traumlosen Schlaf ängstigen wir uns doch auch nicht.
Erst die Religion gängelt uns doch ein Leben lang mit zum Teil recht irrwitzigen Vorschriften, wofür sie unserer Seele Geborgenheit vorgaukelt und mit der Aussicht auf eine wie auch immer geartete Fortexistenz nach dem Tode unsere Todesangst erst erzeugt.

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