Archiv für Januar 2010

Blutrote Blume des Orients

Fatima, du schönes Mädchen,
was hast du getan,
Fatima, du schöne Frau?

Du brachtest Omar zur Haltestelle.
Seine Schritte waren schwer unter der Last.
Durch sein Gesicht huschte ein Leuchten.
Schaute er die Wonnen des Paradieses?
Inmitten der ungläubigen Frauen und Kinder
bestieg er den Bus.
Dann pries er Gott mit lauter Stimme und
sah dich dabei an.

Du liefst nicht fort, wie dir geheißen.
Dich blendete der Blitz,
der Donner warf dich um.

Die Stille, der Rauch, die Schreie,
das viele Blut an deinem Körper:
War es Omars, das der Ungläubigen oder deines?
Eins ist so rot wie das andere.

Fatima, du schönes Mädchen,
wem tatest du das an,
Fatima, du schöne Frau?

Die Blüte welkt hinter grauen Stäben aus Stahl.
Abweisende Gesichter werfen deinen Hass zurück.
Du schließt die Augen, Fatima, lächelst mild und
schaust das Paradies,
wo du den Jungfrauen vorstehen wirst, sagst du,
deshalb liefst du nicht weg.
Ungläubig, wer daran zweifelt.

Du überlebtest und sie halfen dir.
Weshalb wies Gott dich zurück?
Du lächelst, du betest, du schweigst.

Fatima, du schönes Mädchen,
wer tat dir das an,
Fatima, du schöne Frau?

Die Botschaft hör ich wohl…

…allein mir fehlt der Glaube.

Nein, mir fehlt der Glaube nicht. Im Gegenteil: Dass ich frei von ihm bin, erfüllt mich mit Leichtigkeit.

Warum sollte ich ihn auch vermissen? Entspringt er nicht lediglich dem Wunsche nach Geborgenheit und der Furcht vor dem Tod?

Aber Geborgenheit wird gewöhnlich mit dem Preis der Unfreiheit bezahlt.

Und warum sollte ich Angst vor dem Tode haben? Mit meinem Ableben wird für mich nichts als das Nichts anbrechen. Wer fürchtet sich denn vor dem Nichts? Vor einem traumlosen Schlaf ängstigen wir uns doch auch nicht.

Erst die Religion  gängelt uns doch ein Leben lang mit zum Teil recht irrwitzigen Vorschriften, wofür sie unserer Seele Geborgenheit vorgaukelt und mit der Aussicht auf eine wie auch immer geartete Fortexistenz nach dem Tode unsere Todesangst erst erzeugt.

Anstößige Denk-Anstöße

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Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen  Glauben!

Es gibt keine Götter – Gott sei Dank.

Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft.

Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung!

Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.

Ich lade euch hiermit zur freien, toleranten  und tabulosen Diskussion ein. Und was ich im Alltag empört zurückweisen würde: Ihr dürft gern versuchen, mich zu missionieren. Wer weiß – vielleicht gelingt das sogar jemandem.

Imagine there’s no heaven.
It’s easy if you try.
No hell below us,
above us only sky.

JOHN LENNON


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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