Anstößige Denk-Anstöße

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Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen  Glauben!

Es gibt keine Götter – Gott sei Dank.

Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft.

Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung!

Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.

Ich lade euch hiermit zur freien, toleranten  und tabulosen Diskussion ein. Und was ich im Alltag empört zurückweisen würde: Ihr dürft gern versuchen, mich zu missionieren. Wer weiß – vielleicht gelingt das sogar jemandem.

Imagine there’s no heaven.
It’s easy if you try.
No hell below us,
above us only sky.

JOHN LENNON

6 Responses to “Anstößige Denk-Anstöße”


  1. 1 allzunah Januar 29, 2010 um 3:47 pm

    dabei gehe ich soweit und sage: Wissen und Glauben schließen sich aus. Denn wer es weiß, der muß nicht glauben, ob es so ist, denn er „weiß es“.

    • 2 dubiator Januar 29, 2010 um 4:25 pm

      Ja, genau. Das will ich damit sagen. Du hast es noch eindeutiger formuliert.
      Nur: Wie so vieles im Leben scheint mir auch das alles ein bißchen komplizierter:
      Wie kommt es, dass so viele intelligente Menschen an albernes Zeug glauben oder dass Wissenschaftler wochentags ensthaft forschen und sonntags dann Logik und Empirie an den Kleiderhaken einer Kirchenbank hängen?

    • 3 andre Februar 16, 2010 um 12:10 am

      Wissen und Glauben schließen sich aus. Denn wer es weiß, der muss nicht glauben, ob es so ist, denn er “weiß es”.

      Auf die Praxis bezogen muss man aber fragen: Was wissen wir denn schon? In der Mathematik können wir wohl Wissen vorweisen. Aber in den Naturwissenschaften gibt es nur Theorien. Also man geht davon aus, dass bestimmte Dinge so und so sind und zwar auf Grund von Belegen. Belege erhöhen zwar die Wahrscheinlichkeit, dass die Dinge so sind wie wir sie annehmen, aber wirklich von „wissen“ zu reden geht da zu weit.

      Das Wort „wissen“ benutzen wir hier dennoch und das ist durchaus in Ordnung wie ich finde. Zum einen haben wir wohl kein anderes Wort (zumindest ist keines so geläufig, da „wissen“ sich eben an dieser Stelle über die Zeit etabliert hat) und zum anderen macht das Wort „wissen“ in seiner strikten Auslegung bei den Naturwissenschaften eh keinen Sinn, wodurch keine Verwechslungsgefahr besteht. Das ist zwar keine saubere Lösung, aber Sprachen sind halt nicht sauber und eindeutig. Man könnte versuchen ein anderes Wort hier zu etablieren um „wissen“ nicht zu missbrauchen, aber das dürfte wohl ein sehr, sehr schwieriges, wenn nicht hoffnungsloses Unterfangen sein.

      Trotzdem gibt es auch in den Naturwissenschaften einen Unterschied zwischen dem was wir dort als „Wissen“ bezeichnen und Glauben:

      Wissen: definitive Fakten auf Grund von Beweisen.

      Naturwissenschaftliches Wissen: Annahmen auf Grund von Belegen.

      Glauben: Annahmen ohne irgendeine gerechtfertigte Basis.

      Es gibt keine Götter – Gott sei Dank.

      „Gott sei Dank“ ist eigentlich eine Umgangssprachliche Floskel und bedeutet nichts weiter wie: „zum Glück“, oder „erfreulicherweise“, oder „glücklicherweise“. Als Wortspiel ist es ganz lustig, aber inhaltlich ist da allerdings nichts dran. Das ist ein sprachliches Relikt aus der Zeit in der der Glaube an Gott wohl sehr dominant war und als normal galt. Vielleicht Vielleicht ist in dieser Zeit diese Floskel sogar entstanden und hat sich halt dann so manifestiert. Vielleicht gab´s diese Floskel auch schon früher in einer anderen Form welche heute nicht mehr bekannt ist.

      Letztendlich ist „Gott sei Dank“ heute schlicht weg Umgangssprache ohne noch einen Bezug auf Gott zu haben.

  2. 5 sayadin Februar 23, 2010 um 5:32 pm

    Ja, aber in welche Richtung willst Du denn missioniert werden?

    Abgesehen davon, ich hab damit meine Schwierigkeiten weil ich weiß, das ich in irgend was von 50 Jahren tot bin. Ich habe meine Zweifel ob da Glaube oder wissen irgend was bringen.

    • 6 dubiator Februar 23, 2010 um 5:53 pm

      Die Sprache ist die Grundlage aller Mißverständnisse. Also etwas genauer: Ich lade alle zur Diskussion ein, und falls da einer meinen sollte, dass er mich missionieren müsse, gestatte ich ihm, das auf dieser Seite ausnahmsweise zu versuchen. Ich will keineswegs missioniert werden und lehne jegliche Art von Mission, Überredung, Überrumpelung oder Zwang, physischen wie psychischen, strikt ab.
      Deine Zweifel hinsichtlich Glaube oder Wissen im unvermeidlichen Falle unseres Ablebens teile ich.


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