Archiv für Mai 2010

Die Hasspredigt

Achtung – bevor eine Meute aufgebrachter Atheisten versucht, die iranische Botschaft anzuzünden – dies ist eine Satire, die sich übrigens mitnichten gegen unsere muslimischen Mitbürger richtet – ganz im Gegenteil.

Der fromme Imam Hadschi Mohammed Hassan* hielt unlängst in der Salam-Moschee* die folgende Predigt:

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen,
alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten,
dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,
dem Herrscher am Tage des Gerichts!
Dir allein dienen wir, und Dich allein bitten wir um Hilfe.
Führe uns den geraden Weg,
den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, nicht den Weg derer, die Deinen Zorn erregt haben, und nicht den Weg der Irregehenden. (1) Weiterlesen ‚Die Hasspredigt‘

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Mai – kühl und naß

Kachelmann im Knast –

Petrus ist vergnatzt –

Frühsommer verpatzt.

Schneebälle

Schneebälle im Mai –

eijeijeijeijei!

(Schluß der Blödelei)

Das Kirchenhasser-Brevier

BuchcoverUlli Schauen:
Das Kirchenhasser-Brevier

Ein verlorener Sohn rechnet ab

Heyne Verlag (6. April 2010)
Taschenbuch, 304 Seiten

ISBN: 978-3-453-60138-3

Der Autor Ulli Schauen, geboren 1957, Pfarrerssohn und Journalist, beleuchtet mit großer Sachkenntnis das, was die beiden großen Kirchen allzu gern unter den Scheffel stellen: Ihre Geldquellen und ihren Machtanspruch. Dabei versteht er sich selbst noch nicht einmal als Kirchenhasser, aber „jede zusammenhängende Argumentation gegen die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft kann heißen, wie sie will. Kirchenvertreter rufen ohnehin reflexhaft: ‚Achtung! Kirchenhasser! Nicht ernst nehmen!‘“ (Vorwort)
Und so beschreibt Schauen nach gründlichen Recherchen, wie der umfangreiche Anmerkungsapparat belegt, und mit eindringlicher, überzeugender Argumentation die enge Verflechtung von Kirche und Staat bei der Finanzierung, der sogenannten Seelsorge, der Missionierung in Kindergärten und Schulen sowie der Steuerung der Medien.
Des weiteren befaßt er sich mit der kirchlichen Arbeitgebermoral, die offenbar nicht weit von der im Manchesterkapitalismus entfernt ist, und mit den Mißständen in der „Personalpolitik“. Schauen schließt sein Werk ab mit einem Exkurs über den „christlich-islamischen Dialog“, der letztlich nichts anderem als der Verkirchlichung und Islamisierung dient, und einer kritischen Betrachtung des „christlichen Menschenbildes“.
Letztlich handelt es sich bei diesem Buch auch um eine sehr nützliche Fakten- und Beispielsammlung für die gegenwärtigen Debatten um die vielgerühmten „christlichen Werte in unserer Gesellschaft.“

Interview mit dem Autor

hpd-Rezension

Heilige Geister

Von oben her uns sende
Den Geist, den edlen Gast;
Der stärket uns behende,
wenn uns drückt Kreuzeslast.

(Ev. Kirchengesangbuch 129)

Pfingsten sind die Geschenke am geringsten,

(Bildquelle: Wikipedia)

bemerkte Bertolt Brecht, und so gibt es denn auch zum dritten großen vom Christentum okkupierten Fest weder ein süßes Baby noch eine gewaltige Action mit Auferstehung sondern nur ein wenig Geist, den man überdies schwer zu fassen kriegt – die Funkfernsteuerung für Gottes Aktivisten gewissermaßen (Dann sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder. Apg 2; 3).
Oder hatten etwa die Spötter Recht (Andere machten sich darüber lustig und meinten: „Die Leute sind doch betrunken!“ Apg 2; 13), und spiritus sancti wäre identisch mit spiritus vinae? Weiterlesen ‚Heilige Geister‘

Unverhoffte Begegnung der dritten Art

BieretikettGanz am östlichen Rand des Landes, unweit des Grenzflusses, liegt eine Ortschaft, die sich einst neben einem Zisterzienserkloster ansiedelte. Das Kloster wurde 1817 säkularisiert, in Betrieb blieben nur die Kirche, ein kleines barockes Schmuckstück, und die Klosterbrauerei, ein Juwel traditioneller Braukunst. Der Heilige Geist schwebte also weiterhin sowohl in ätherischer als auch in flüssiger Form über dem Flecken. Das war wohl auch die Ursache dafür, dass selbst in den finstersten Zeiten die Gemeinde eine feucht-fromme Oase inmitten der dürstend-gottlosen Wüste bildete. Weiterlesen ‚Unverhoffte Begegnung der dritten Art‘

Madrassa

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen
opfert der Mann seinen kleinen Sohn,
wie einst Ibrahim den Ishaq zu opfern bereit war.
Wie jenem fließen ihm Tränen übers Gesicht.
Gleich Ibrahim will er Gott seine Treue beweisen,
um selbst dereinst ins Himmelreich einzugehen.
Das ist seine Hoffnung, die ihm geblieben ist.
Zwar nicht den Leib des Kindes schlachtet er auf dem Altar,
doch dessen Seele läßt er töten von den Lehrern.
Die gingen selbst den Weg des Kinds zuvor,
um den zu preisen, der solches fordert:
den Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.

(Bildquelle: SPIEGEL online)

SPIEGEL online: Koranschulen-Film
ZDF-Doku Korankinder von Shaheen Dill-Riaz


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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