Das Kirchenhasser-Brevier

BuchcoverUlli Schauen:
Das Kirchenhasser-Brevier

Ein verlorener Sohn rechnet ab

Heyne Verlag (6. April 2010)
Taschenbuch, 304 Seiten

ISBN: 978-3-453-60138-3

Der Autor Ulli Schauen, geboren 1957, Pfarrerssohn und Journalist, beleuchtet mit großer Sachkenntnis das, was die beiden großen Kirchen allzu gern unter den Scheffel stellen: Ihre Geldquellen und ihren Machtanspruch. Dabei versteht er sich selbst noch nicht einmal als Kirchenhasser, aber „jede zusammenhängende Argumentation gegen die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft kann heißen, wie sie will. Kirchenvertreter rufen ohnehin reflexhaft: ‚Achtung! Kirchenhasser! Nicht ernst nehmen!‘“ (Vorwort)
Und so beschreibt Schauen nach gründlichen Recherchen, wie der umfangreiche Anmerkungsapparat belegt, und mit eindringlicher, überzeugender Argumentation die enge Verflechtung von Kirche und Staat bei der Finanzierung, der sogenannten Seelsorge, der Missionierung in Kindergärten und Schulen sowie der Steuerung der Medien.
Des weiteren befaßt er sich mit der kirchlichen Arbeitgebermoral, die offenbar nicht weit von der im Manchesterkapitalismus entfernt ist, und mit den Mißständen in der „Personalpolitik“. Schauen schließt sein Werk ab mit einem Exkurs über den „christlich-islamischen Dialog“, der letztlich nichts anderem als der Verkirchlichung und Islamisierung dient, und einer kritischen Betrachtung des „christlichen Menschenbildes“.
Letztlich handelt es sich bei diesem Buch auch um eine sehr nützliche Fakten- und Beispielsammlung für die gegenwärtigen Debatten um die vielgerühmten „christlichen Werte in unserer Gesellschaft.“

Interview mit dem Autor

hpd-Rezension

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Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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