Archiv für Juli 2010

Äs-ku-

-lappert die Mühle…

Äskulap-SchlangeDa gibt es sooooo viele famose Heilmethoden, allesamt der sogenannten Schulmedizin haushoch überlegen:

Homöopathie, Isopathie, Akupunktur, Bachblüten, Schüßlersalze, Bioresonanz, Bioenergetik, Biorhythmik (Quacksalbern mit Bio?), Geistheilen (Oh, könnte man das doch!), Lichtfasten, Zappern, Urkost, Holopathie, Voodoo, Eigenurin, Fremdscheiße (Oh, Entschuldigung, daran wird noch gearbeitet.), Astromedizin, Ayurveda, Handauflegen (auch aufs Herz?), Humoralpathologie (hat durchaus nichts mit Humor zu tun), Mesologie, Hildegard-Medizin (na, wenns wenigstens der Hilde hilft), Synergetik-Therapie, Schamanismus, Spagyrik, GNM, TCM (nicht von Tchibo), Kahuna, Kardecismus…

Und das Fabelhafte: Sie alle sind nebenwirkungsfrei!
Woher kommen bei diesem reichhaltigen Angebot eigentlich noch immer die vielen kranken Menschen?
Oder sollten all diese Methoden doch nur daneben sein und wirkungsfrei?

(Näheres dazu findet sich hier. Zur Homöopathie: MIZ 2/10 und ecxanwahn)

Warum hat es die Vernunft so schwer? Weil sie Wissen und Denken voraussetzt, und das als zwar notwendige aber keineswegs hinreichende Bedingung.
Möge ein jeder nach seiner Facon selig werden – aber bitte nicht von meinen Steuern.
Möge ein jeder sich nach seiner Facon heilen lassen – aber bitte nicht von meinen Kassenbeiträgen.
Wer heilt, hat Recht?
Wer salbt, hat Quack.

… und da ist noch etwas Erhellendes.

Wie das wohl zuging

Als erster Gastbeitrag ein fiktiver religiöser Dialog von HiFi Teifi, dem rasenden Reporter der bfg-Homepage

Kein Wort von Jesus ist seriös dokumentiert. Die Niederschriften in der Bibel wurden Jahrzehnte nach seinem Tod verfaßt, und die Informationen stammten aus zweiter, dritter, vierter Hand. Die mystifizierte Darstellung der Bibel ist überaus glaubensbeflissen, doch ist sie widersprüchlich, unrealistisch und vernunftwidrig. Religiöse Offenbarungen sind keine belastbaren Fakten, sondern Gerüchte. In diesem fiktiven Dialog werden die Ereignisse nach Jesu Tod viel glaubhafter dargelegt.
Zu jener Zeit stand das Land unter römischer Besatzung. Überall grassierte der Weltuntergangsglaube, so dass es naheliegt, Jesus damit in Verbindung zu bringen. Ein Götterbote, der Messias, wurde händeringend gesucht, denn wenn sich der Gott selber schon nicht blicken ließ, wollte man wenigstens Insidernachrichten. Wie sich die Geburt des christlichen Gotts tatsächlich abgespielt haben könnte, zeigt dieser Dialog in modernisierter Sprache und in realistischer Würdigung der Faktenlage. Die zugrundeliegende Logik wird klar herausgearbeitet, um ein plausibles Gegenmodell zu der Frage zu schaffen, wie das wohl zuging.

Paukus und Paps im Gespräch über Jesus; A: Paukus, B: Paps

A: »Wir sollten uns ein paar Gedanken machen, Paps.«
B: »Ja, jetzt ist er schon ein paar Tage tot, und wir müssen überlegen, wen wir an Jesu Stelle losschicken, Paukus.«
A: »Stimmt. Er hat die Botschaft ja rübergebracht, auch wenn er unsere Heilkräuter nicht gut verkauft hat. Schauderhaftes Zeug, wenn du mich fragst.« Weiterlesen ‚Wie das wohl zuging‘

Der atheistische Gottesbeweis

Bei einem Zölibatär muss man immer sagen: Entweder ist der verrückt, oder es gibt Gott. Eine andere Alternative gibt es nicht. Und wenn die Menschen feststellen, der ist nicht verrückt, dann muss es Gott geben. Überzeugend gelebt ist der Zölibat immer noch der schlagendste Gottesbeweis.

So der zölibatäre Gottesbeweis nach Kardinal Joachim Meisner.

Hier mein Vorschlag für einen atheistischen Gottesbeweis, gemäß der gleichen strengen Theo-Logik:

Atheisten glauben nicht an Gott. Da sie also Ungläubige sind, können sie nicht über die Wahrheit verfügen. Ihre Aussagen müssen daher falsch sein. Somit ist auch ihre Leugnung Gottes falsch. Also muß Gott existieren. q.e.d.

Ist doch noch viel eleganter, oder?

Man könnte Meisners Aussage aber auch so übersetzen:

In den Hirnen von Menschen, die verrückt genug sind, sich über ihre eigene menschliche Natur hinwegsetzen zu wollen, existiert auch das eingebildete Konstrukt Gott.

Gar nicht lustig

Religionsausübung geht mit schwerer Körperverletzung einher:

Artikel aus SPIEGEL

aus: DER SPIEGEL 27/2010

Noch Fragen?

Auch wenn es…

… nur das Kleine Finale ist:

Blume, gestützt

Der
LÖWENZAHN
glaubt an euch,
Männer!

Wieder einmal…

…half alles Beten nicht.

geknickte Blume

Am Platzesrand entdeckt:

Unter besonderen Randbedingungen, wie beispielsweise fiebriger Atmosphäre, erfahren Organismen gelegentlich einen gehörigen Evolutionsschub. So auch dieses eindrucksvolle Pflänzchen, das sich am Rande einer sogenannten Fanmeile am  Hauptstadtrand fand, wo ein beherzter Botaniker noch knapp verhindern konnte, dass es vom Freudentaumel der Anwesenden plattgewalzt wurde:

Blume

LÖWENZAHN


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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