Archiv für November 2010

Menschenfischer

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, die von Beruf Fischer waren, Simon, der auch Petrus genannt wird, und Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz aus. Jesus sagte zu ihnen: „Geht mit mir! Ich mache euch zu Menschenfischern.“ Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
(Mt 4; 18-20)

Oh wäre doch Petrus nicht von gar so schnellem Entschlusse gewesen! Schließlich äußerte Jesus seine Gleichnisse und Metaphern nicht ohne tieferen Sinn. Und dieser könnte hier darin bestanden haben anzudeuten, worum es ihm wirklich ging.
Wäre der gute Simon Petrus nur ein wenig kritischer gewesen, so hätte er möglicherweise seinem verehrten Meister die Frage gestellt:
„Oh Herr, weißt du denn nicht, was ein Fischer tut? Zunächst knüpft er ein Netz, so fein, dass das Fischlein es frühestens erkennt, wenn es zu spät ist; aber auch so fest, dass es für das gefangene Fischlein kein Entrinnen gibt, mag es auch noch so heftig zappeln.
Sodann hievt er das volle Netz in sein Boot, entzieht also den Fischlein ihr natürliches Element, so dass die Körper verschmachten und ihre Seele aufgeben. Dann bringt er sie an Land um sie zu verkaufen.
Nun, oh Herr, mit Fischen mag das angehen, denn sie sind unsere Nahrung. Aber mit Menschen?“
Wäre Petrus ein Weiser gewesen anstatt ein Mitläufer, wer weiß…

Kirchenaustrittsjahr

Kirchensteuer

 

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Zehn Steinzeit-Gebote

Die Zehn Gebote haben ewige Gültigkeit. So lautet das Credo derer, die diesen Moralkodex eines nomadisierenden Hirtenvolkes aus grauer Vorzeit für eine geeignete Ethik unserer heutigen hochtechnisierten und kulturell durchwachsenen Gesellschaft halten.
Nun, inwieweit sie überhaupt noch gelten oder in Zukunft gelten werden, sei dahingestellt. Dass sie aber bereits wesentlich länger bekannt sind als die Fassung, die Mose seinerzeit auf zwei längst verschollenen Steintafeln vorlegte, konnte kürzlich durch einen geradezu sensationellen archäologischen Fund nachgewiesen werden: Weiterlesen ‚Zehn Steinzeit-Gebote‘

ATHventslesungen

ATHventslesungen im November und Dezember 2010

Im November und Dezember 2010 finden an jedem Advent unsere ATHventslesungen statt. Die Lesungen werden von unterschiedlichen Autoren aus der humanistischen, laizistischen und atheistischen Szene im Freien Museum Berlin gehalten. Wir freuen uns auf viele Besucher, natürlich sind auch Nicht-Mitlgieder herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Bisher stehen folgende Lesungen auf dem Programm:

28.11.2010, 11:00
Warum ich kein Christ sein will„, Prof. Dr. Uwe Lehnert

05.12.2010, 11:00
Violettbuch der Kirchenfinanzierung„, Dr. Carsten Frerk

12.12.2010, 11:00
Jesus Companies – Evangelikale in Deutschland“, Felix Thiessen

19.12.2010, 11:00
Ich bin Zeugin„, Nouri Apfeld

Ort: Alle Termine finden statt im
Freies Museum Berlin
Potsdamer Straße 91
10785 Berlin

Und hier gibt es einen wunderbaren Podcast-ATHventskalender.

Die Logik der Nicht-Logik

Buchtipp:
Andreas Kilian: Die Logik der Nicht-Logik
Untertitel: Wie Wissenschaft das Phänomen Religion heute biologisch definieren kann
Alibri Verlag Aschaffenburg 2010, ISBN 978-3-86569-062-3

Buchcover
Warum hängt eine überwiegende Mehrheit der Menschen irgendeiner Religion an? Birgt Religiosität einen evolutionären Vorteil in sich, und wenn ja, welchen? Wo liegen die biologischen Wurzeln von Glauben und Religiosität? Was ist letztlich Substanz und Funktion von Religionen?
Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, sollte durchaus zu dieser rund zweihundert Seiten umfassenden Abhandlung des Biologen Dr. rer. nat. Andreas A. Kilian greifen. Weiterlesen ‚Die Logik der Nicht-Logik‘


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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