Gretchenfrage

Wie hast du’s mit der Religion?

„Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen – auch nicht der Islam.“

So der Untertitel eines bemerkenswerten Essays von Monika Maron in DER SPIEGEL 11/2011 (S. 152 f).
Gehört nun der Islam zu Deutschland, und wenn ja, wie viele? könnte man in Abwandlung eines bekannten Bestsellertitels fragen. Monika Maron liefert in ihrem Beitrag zu ebendieser Debatte eine verblüffend klare und eindeutige Antwort.
Hier nur ein paar kurze Zitate, die für sich sprechen:

Die Frage heißt eben nicht: Gehört der Islam zu Deutschland? Sondern: Wollen wir, dass der Islam die Stellung der Religionen in Deutschland verändert? An dieser Stelle scheiden sich die Geister.

…die glühendsten Verteidiger islamischer Sonderrechte berufen sich auf die Toleranz als oberstes Gebot der Aufklärung und erklären die Kritiker des Islam und seiner weltlichen Ansprüche für paranoid, phobisch oder aber, noch schlimmer, für fremdenfeindlich und rassistisch.

Warum stehen diese Wächter der richtigen Gesinnung nicht auf der Seite der Säkularen aller Konfessionen? Warum verteidigen sie islamische Rechte gegen europäische Werte und nicht umgekehrt?

…ist es nicht unser Recht, vom Islam nichts zu verstehen und nur zu erwarten, dass wir von ihm nicht mehr behelligt werden als von allen anderen Religionen?
Wir leben in einem weitgehend säkularen Staat, der den Gläubigen das Recht auf ihre Religion garantiert und den Ungläubigen das Recht, frei zu sein von Religion. Es wird auch vom Islam nicht mehr erwartet, als dass er Andersgläubige und Atheisten verschont mit den eigenen Glaubensregeln.

Vollständiger Artikel und Debatte auf SPIEGEL-online

Von derselben Autorin zum gleichen Thema: Islam und Aufklärung

1 Response to “Gretchenfrage”


  1. 1 Linus Heilig März 19, 2011 um 2:18 pm

    Spiegel, guter Ansatz. Aber da fehlt noch was Redliches. Selbstzensur wegen systemischer Leitkultur?
    http://freidenkertv.blogspot.com/2011/03/wie-haltst-dus-mit-der-religion.html


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Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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