Archiv für April 2011

Mehr Licht

Georg Christoph Lichtenberg vor über zweihundert Jahren:

Man spricht viel von Aufklärung und wünscht mehr Licht. Mein Gott, was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen?

Portrait G. C. Lichtenberg / Quelle Wikipedia, gemeinfrei

Das wahre Ostern

Man hört die Klerisei allenthalben beklagen, dass den Menschen der wahre Sinn des Osterfestes abhanden gekommen sei (ein Beispiel).
Ja, worin besteht dieser „wahre Sinn“ eigentlich? Weiterlesen ‚Das wahre Ostern‘

Heine und der Dom zu Köllen

aus: Heinrich Heine: Deutschland – Ein Wintermärchen, Caput IV,
geschrieben vor über einhundertfünfzig Jahren und so aktuell wie einst,
dem Herrn Erzbischof ins Stammbuch:


Ja, hier hat einst die Klerisei
Ihr frommes Wesen getrieben,
Hier haben die Dunkelmänner geherrscht,
Die Ulrich von Hutten beschrieben. Weiterlesen ‚Heine und der Dom zu Köllen‘

Ein klassischer Fall von Schizophrenie

Gastbeitrag von Yuriko Yushimata aus ihrer Sammlung religionskritischer Kurzgeschichten Religion Version 2.100:

Ein klassischer Fall von Schizophrenie

Der Psychoanalytiker bat den jungen Mann ohne Überraschung herein. Der Raum, in dem er Patientinnen und Patienten empfing, war freundlich aber auch professionell eingerichtet. Einige Blumen und einige wenige persönliche Details gaben dem Raum eine warme Note. Die schwarze Ledercouch und der Schreibtisch, hinter dem der Analytiker in der Regel seine Fragen stellte, sorgten gleichzeitig für die nötige Distanz.
Der junge Mann trug ein schlichtes weites weißes Gewand und hatte lange wallende Haare. Seine Augen schienen von innen zu leuchten. Er umfasste die dargebotene Hand des Analytikers mit seinen beiden Händen, als würde er beten, und blickte ihm freundlich strahlend in die Augen. Der Analytiker blieb distanziert, nickte höflich, und wies auf die Couch. „Nehmen Sie bitte Platz.“ Weiterlesen ‚Ein klassischer Fall von Schizophrenie‘


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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