Das wahre Ostern

Man hört die Klerisei allenthalben beklagen, dass den Menschen der wahre Sinn des Osterfestes abhanden gekommen sei (ein Beispiel).
Ja, worin besteht dieser „wahre Sinn“ eigentlich?

Ostern: Der Name des Festes … war vor der Christianisierung … der Name eines … Frühlingsfestes, wohl benannt nach einer heidnischen Frühlingsgöttin. Der(en) Name … ist … als Eostrae überliefert und ist z. B. verwandt mit … lat. aurora „Morgenröte“ … Die germ. Göttin war demnach eine Lichtgöttin, zunächst des Tageslichts, dann des Lichts überhaupt, und das ihr geweihte Fest war ein Fest des zunehmenden Lichts im Frühling.
(Duden, Etymologie; Mannheim 1997)

Also:
Lieber Morgenröte als Götterdämmerung,
lieber Lebenslust und Fruchtbarkeit als Tod und Auferstehung,
lieber Osterhase als Opferlamm.

Der Osterhas
im dichten Gras
behaglich eine Möhre fraß.

Da kam das Osterlamm vorbei
und schenkte ihm ein Cognac-Ei.

Das brannt’ ein wenig in der Kehle
und strömte wärmend durch die Seele.

Doch dann rumort’ es ihm im Bauch,
Und schwindlig ward dem Hasen auch.

Fortan er nur noch Möhren fraß
im dichten Gras,
der Osterhas.

Was ist absurder:
Ein Osterhase, der bunte Eier legt
oder
ein Gott, der, um sich nach tausenden von Jahren mit den Menschen, die er selbst einst schuf, zu versöhnen, seinen eigenen Sohn erst auf grausamste Weise abschlachten und dann am übernächsten Tag von den Toten auferstehen läßt?

Noch absurder ist allerdings das Bemühen der Klerisei, uns allen letztere Story als Heilsbotschaft verkaufen zu wollen.

Wer glaubt noch an die Auferstehung?

Ostern verliert immer mehr an Bedeutung (Handelsblatt)

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Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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