Archiv für September 2011

Glaube und Entweltlichung?

“Die von ihrer materiellen und politischen Last befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein”, erklärte Benedikt XVI. Und „Die eigentliche Krise der Kirche (ist) eine Krise des Glaubens.“*
Solche Worte könnten uns optimistisch stimmen hinsichtlich der Trennung von Kirche und Staat, wüssten wir nicht spätestens seit seiner unsäglichen Rede vor dem Bundestag, dass sich die wahre Bedeutung von Papstworten sehr wohl erst nach genauerem Hinsehen und dann ganz anders erschließen kann als es zunächst den Anschein hat. Weiterlesen ‚Glaube und Entweltlichung?‘

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Nachtrag zur Rede des römischen Pontifex im Bundestag

Gastbeitrag von Niels Dettenbach (gbs mittelthüringen, eichsfeldforum):

Wer die … Rede Papst Ratzingers im Bundestag eingehender verfolgt (und nicht bereits in den ersten Minuten eingeschlafen) ist, für den hielt Ratzinger doch erstaunliche (Selbst-)erkenntnisse bereit:

Zitat: „…in der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. …“ Weiterlesen ‚Nachtrag zur Rede des römischen Pontifex im Bundestag‘

Sternstunde der Demokratie

Benedikt XVI eingangs seiner Rede am 22. September 2011 vor dem Bundestag:
„Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt.“

Bild: spiegel-online

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Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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