Weihnachten wird überschätzt


Da feiert man den Geburtstag eines radikalen Wanderpredigers, dessen historische Existenz wahrscheinlich aber keineswegs belegt ist und dessen Geburtsdatum dreihundert Jahre nach seinem Tode willkürlich festgelegt wurde.
Man begeht Waldfrevel und Energieverschwendung in großem Stil, kurbelt kurzzeitig die Binnenkonjunktur und den Cholesterinspiegel an und belügt schließlich seine Kinder mit Christkind oder Weihnachtsmann.
Wenn wir nun all das ersatzlos strichen, um einfach mit unseren Familien und Freunden ein Fest der Liebe und des Friedens zu feiern…?

3 Responses to “Weihnachten wird überschätzt”


  1. 1 AMB Dezember 30, 2011 um 9:55 am

    Willkürlich festgelegt stimmt nicht ganz.

    http://www.bibelkritik.ch/bibel/g10.htm

  2. 2 dubiator Dezember 30, 2011 um 12:52 pm

    „Die religionspolitisch kluge Wahl des 25. Dezember setzte sich schließlich durch. An diesem Tag feierten nämlich die Römer nach alter Tradition die Wintersonnenwende, bei welcher der Sonnengott Mithras aus einem Felsen geboren und von Hirten beschenkt wurde.“
    Und das ist keine Willkür, ein bestehendes Fest einfach als Geburtsdatum eines neuen Gottes auszugeben?

  3. 3 emporda Januar 9, 2012 um 11:34 am

    Nicht so ganz

    Der Mithras-Kult entsteht um 1800 v.C. im persischen Baktrien, Zarathustra (630-553 v.C.) legt viele Details davon fest, das römische Militär praktiziert ihn bis 400 n.C. Der Gott der Welten Ahura-Mazda bekommt am 25. Dezember durch unbefleckte Empfängnis den Sohn Gott Mithras (Anahita). Der Mithras-Kult hat wie der kopierte Jesus-Kult 12 Apostel, 7 Sakramente, ein Abendmahl, Wunder von Saoschjant, Seelenkult als Auferstehung, Sintflut, Endzeit als jüngstes Gericht, Taufe, keusches Leben, Dracula-Eucharistie mit Brot und Wein sowie den Teufel Anromainyus. Weinachten wird ab 200 v.C. Mitte Januar (11.ter Tybi) als Geburt des ägyptischen Gottes Osiris gefeiert. Der römische Bischof verlegt Weihnachten dann die Geburt seiner christlichen Mithras-Kopie auf den Geburtstag von Mithras. In Rom bezeugt ein Furius Dionysius Filocalus 354 n.C. erstmalig Christi Geburtsfeier im Dezember,

    Der Jesus-Mythos integriert viele Elemente des Apollonius-Mythos von Tyrana, der Lahme und Blinde heilt und mit Jüngern durchs Land zieht, er nutzt Götter wie Baal und Asherah aus Tyros und Ugarit sowie Elemente des Herakles Kults. Zeus sagt die Herakles Geburt voraus, Mutter Alkmene und Adoptivvater Amphitryon reisen zur Geburt von Mykenai nach Theben. Andere Mythen um Apollonius, Eleusius, Menachem, Asklepios, Dionysos und Orphism, Isis und Osisris, Cybela, Adonis usw. enthalten ähnliche Elemente. Die originäre Leistung des Christentums in den Mythen sind neue Namen, Handlungsorte und die Erbsünde als ewiges Schuldgefühl für Analphabeten. Die Erbsünde als göttliche Fehlkonstruktion ist eine Erfindung des Augustus von Hippo (354-430 n.C.), wobei der Lattenjupp am Kreuz die Menschen von der Erbsünde befreit, die sein Vetter der Homo-Sapiens-Neanderthalenis nicht hat.

    Flavius Josephus erwähnt (Antiquities 18-3) einen Stamm der Christen, nach der Forschung ein später Nachtrag belegt durch die Wortwahl. Er nennt etwa 20 Jesus-Personen wie Jesus Ben Phiabi, Jesus Ben Fabus, Jesus Ben Sec, Jesus Ben Damneus, Jesus Ben Gamaliel, Jesus Ben Sirach, Jesus Ben Phandira, Jesus Ben Ananus, Jesus Ben Sapphias, Jesus Ben Gamals, Jesus Ben Thebuth, ein Teil davon sind Zeitgenossen des fiktiven Jesus Christus. Zur Zeit des Prokutators Lucceius Albinus wird um 63 n.C. ein Jesus erwähnt, der sich als Christ bezeicnet (Antiquities 20-9). Er wird mit seinen gesetzlosen Kumpanen gefangen und gesteinigt.

    Der Mönch Dionysius Exiguus legt 533 n.C. die Geburt Jesu im Julianischen Kalender auf das Jahr 1 ohne das Jahr NULL und verrechnet sich erheblich. Dies bleibt 350 Jahre bis zur Chronik des Mönchs Regino von Prüm unbeachtet. Der Julianische Kalender ersetzt 45 v.C. den Athener Mondkalender. Das Jahr 46 v.C. hat deswegen 15 Monate und 445 Tage mit vielen Schaltjahren unmittelbar danach. Die Kirchenväter St. Irenäus (um 202 n.C.) und Tertullian legen die fiktive Jesu Geburt auf 3 v.C. Ab 1200 n.C. wird die heutige Zeitenwende publik. Die Datierung früher Dynastien basiert auf wenigen Eckdaten, die C-14 Analysen ermöglichen eine Abfolge von Fakten in engen Zeitgrenzen. Die Menschen leben im x.ten Regierungsjahr von König Dingsda, gefolgt vom Jahr 1. der Regierung von Sohn Dingsda. Abgesehen von jeweils einem Fehler von 1 Jahr sind Zeitabstände für fremde Kulturen kaum zuverlässig zu berechnen. Besonders in den frühen religiösen Texten gibt es dafür endlos Beispiele solch zeitlicher Fehler. Da treffen Heilige und Propheten mit Menschen zusammen die längst tot sind, arbeiten mit kleinen Kindern die schon schreiben können usw. Was in fernen Ländern geschieht, deren Sprache und Kultur der Schreiber nicht kennt, das wird unbekümmert phantasiert.


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Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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