Genderwahn

Bild: Gerd Altmann / erstellt in: wordle / pixelio.de

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Mitgliederinnen, das liebe Gott, Student_innen, je*der, wer ein Auto fährt, Fem_inistinnen, GeringverdienerInnen … Was für ein Kauderwelsch! (1)
Solange, wie bisher, nur überambitionierte Politiker_*Innen versuchten, mittels des untauglichen Vehikels Sprach-„Correctness“ eine Gleichstellung der Geschlechter herbeizuführen, mochte man ja noch milde lächelnd über solche Murkserei hinwegsehen. Schließlich vermeidet die Politik von jeher tunlichst, an die Wurzeln gewisser Übel heranzugehen. Doch nun ergreift der Genderwahn auch Gesetzgeber und Germanisten (!). Wenigstens von Letzteren sollte man das Wissen erwarten, dass der Plural von Eltern, Fahrern, Bürgern, Menschen usw. von alters her beide Geschlechter ebenso einschließt wie das oder das und und das man die frau. (2)
Sprache wandelt und entwickelt sich, jawohl, und zwar aufgrund gesellschaftlicher Realitäten und in des Volkes Munde – nicht per akademischem oder gesetzgeberischem Dekret. Hat man aus der vermaledeiten Rechtschreibreform gar nichts gelernt?
Unsere Sprache ist eine schöne, kluge Frau. Auch ihre Vergewaltigung sollte unter Strafe stehen – wenigsten unter Strafe der Lächerlichkeit.

(1) vgl. Ralf Neukirch: Sein Name ist Sie; in DER SPIEGEL 17/2013 S. 48f
(2) Bis heute verwendet kaum jemand im Alltag das schon vor Jahrzehnten konstruierte frau.

Siehe auch diesen ausgezeichneten Artikel:
Die politische Manipulation der Sprache

1 Response to “Genderwahn”


  1. 1 Linus Heilig Mai 2, 2013 um 1:45 pm

    Tunlichst die Wurzel des Übels meiden, die Logik der Nichtlogik. Dieses Guru-Neutrum ersetzt alle Satire:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/05/02/papst-franz-jesus-schutzt-vor-logik/#comments


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Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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