Archive for the 'Zitate' Category

Leichenschau

„Der … Plastinator Gunther von Hagens darf seine Leichen-Präparate künftig in einem Museum in Berlin zeigen.“
So die Berliner Zeitung vom 23.04.2014. Und weiter:
„Die großen Kirchen lehnen das Museum ab: Es … setze menschliche Leichen auf groteske Weise in Szene.“

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Na, wenn das kein Argument ist!

Zeitunglesen

Dieser Essay mit dem Untertitel Bin ich vielleicht verrückt geworden? von Monika Maron (DER SPIEGEL 34/2013, S.102f), (SPIEGEL online) spricht mir derart aus dem Herzen, dass ich ihn unbedingt zum Lesen empfehlen muss. Hier nur einige Passagen:

„Mich überkommt das Gefühl, ich lebte in einem Behindertenhaus. Wahrscheinlich darf man es so auch schon nicht mehr nennen, weil das Wort behindert inzwischen benutzt wird wie früher die Wörter irre und blöde: „Bist du behindert oder was?“, sagt man jetzt, womit allein schon bewiesen wäre, dass es überhaupt keinen Sinn hat, Wörter zu verbieten, weil das an den Tatsachen nichts ändert.
Weiterlesen ‚Zeitunglesen‘

Trennung von Kirche und Staat

pfcoverEine so alte Forderung – und bis heute nicht erfüllt:
„Was wir von unseren Regierungen verlangen, ist, dass sie als solche von der Religion gar keine Notiz nehmen und sie nicht, wie es jetzt fast noch überall der Fall ist, den Aberglauben aussäen und sein Wachstum befördern zu können glauben.
Wer das Bedürfnis der Religion fühlt, mag dieselbe ausüben und sich mit anderen zu diesem Zwecke vereinigen; das Gesetz wird ihn in dieser Ausübung beschützen und sich erst dann hindernd einmischen, wenn durch diese Ausübung die gesetzlichen Rechte anderer beeinträchtigt werden. Ist die Religion durch sie selbst stark, so braucht sie keine Unterstützung und Begünstigung von Seiten der Regierung; hat sie aber Grund, die Wissenschaft zu fürchten, so beruht sie auf Aberglauben, und je eher sie dem Feinde desselben unterliegt, desto besser ist es für die Menschheit.“

(Otto von Corvin: Pfaffenspiegel, Leipzig 1845)

http://www.humanist.de/religion/pfaffe.html

wahnsinnig schwer

Der Jesuitenpater Eberhard Freiherr von Gemmingen in der Sendung der ARD „Menschen bei Maischberger“ vom 12.02.13:

„Das muss die katholische Kirche lernen: Jesu Prinzipien zu haben aber gleichzeitig menschenfreundlich zu sein – das ist wahnsinnig schwer.“

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/13389606_wir-sind-nicht-mehr-papst-ist-benedikt-xvi-
0:16:30

Am Anfang war das Wort

So das Motto der Lutherdekade 2008 bis 2017.

Lucas Cranach der Ältere: Martin Luther, 1529; gemeinfrei

Martin Luther predigte zwischen März und Mai 1526 unter anderem über Exodus 22,17 („Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.“): Weiterlesen ‚Am Anfang war das Wort‘

Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin

Selbstportrait von W. Busch 1894 / gemeinfrei

Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin.
Das wäre so mein Fach.
Ich bummelte durchs Leben hin
Und dächt‘ nicht weiter nach. Weiterlesen ‚Wie schad, daß ich kein Pfaffe bin‘

Schäfchen zählen

Inmitten der lieblichen brandenburgischen Gefilde mit ihren Seen und Wäldern, ihren Weiden und sandigen Heideflächen lebte dereinst der Schäfer Gottlieb mit seinem treuen Schäferhunde Rex. Sie nannten eine beachtliche Herde ihr Eigen, die Gottlieb zu den Weideflächen und zur Tränke führte und die Rex mittels seiner drohend gefletschten Zähne zuverlässig beieinander hielt. Gottlieb schor die Tiere regelmäßig, verkaufte ihre Wolle zu einem guten Preis, und an so manchem Sonn- und Feiertag kam es schon mal vor, dass er einem zarten Lämmlein das Fell gänzlich über die Ohren zog. Gottlieb ließ sich den Braten schmecken und für Rex fielen etliche saftige Knochen ab. So sorgten sie für sich im gleichen Geiste und hatten beide ein gutes Auskommen. Weiterlesen ‚Schäfchen zählen‘


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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