Posts Tagged 'Christentum'

Erbsünde

Maske_2– Gott zum Gruße, Merkwürden.
– In Ewigkeit. Aber ich meine, schon wieder deine heidnische Ironie zu vernehmen, mein Sohn. Versündige dich nicht!
– Hm. Vergaloppiert hab ich mich schon öfter, verrechnet ebenso, verfranzt, verheddert… Warum nicht einmal ordentlich versündigen! Was bedeutet das überhaupt? Die falsche Sünde begehen?
– Zu sündigen ist immer falsch, mein Sohn!
– Ach, Merkwürden, hättet Ihr wenigstens einmal im Leben anständig gesündigt, könntet Ihr einen leibhaftigen Sohn haben und müsstet nicht ersatzweise mich so nennen. Oder – habt Ihr etwa?
– Das gehört nicht hierher. Nun ja, schließlich sind wir ja alle Sünder. Weiterlesen ‚Erbsünde‘

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Ahí, wie christenlíche nu der babest lacht

Foto: SPON (Detail)

Foto: SPON (Detail)

Ei, wie fromm der Papst jetzt lacht,
wenn er zu Gays und Lesben sagt:
„Solch Tun ist wider die Natur,
Sex dürfen Eheleute nur
zu schaffen sich die Kinder an.
Ihr handelt gegen Gottes Plan!“ Weiterlesen ‚Ahí, wie christenlíche nu der babest lacht‘

Wenn es IHN nicht gäbe…

– Gott zum Gruße, Merkwürden. Was spricht dafür, dass es ihn gibt?
– Alles, mein Sohn.
– Gewiss bin ich zweier Menschen Sohn, nichts spricht indes dafür, dass Ihr einer davon seid. Aber zur Sache: Eure Antwort scheint mir ein wenig allgemein. Ich könnte entgegnen: Wenn alles für seine Existenz spricht, spricht letztlich nichts dafür. Ich fürchte, so kommen wir nicht weiter.
– Du armseliger Wicht in deiner religiösen Unmusikalität verlangst nach Beispielen? Bitte sehr: Ohne Gott gäbe es keine Moral. Wir wüssten nicht, was Gut und Böse ist.
– Wissen wir das denn? Weiterlesen ‚Wenn es IHN nicht gäbe…‘

Was feiern wir da überhaupt?

Licht im Schnee_3„Was für eine Frage“, dürfte uns der Herr Pfarrer antworten, „die Geburt unseres Herrn Jesus Christus selbstverständlich, was sonst?“ Und er würde anheben, uns in salbungsvollen Worten die bekannte Weihnachtslegende zu erzählen, so wie er das jedes Jahr am vierundzwanzigsten Dezember in seiner Christmesse tut. Wem die Geschichte nicht ganz geläufig sein sollte, schlage das Original in der Bibel nach: Neues Testament, Lukas, Kap. 1 u. 2 (Man mache sich die Mühe und lese beide Kapitel im Ganzen, nicht nur, wie gewöhnlich ausgewählt, die süße Geschichte Lk 2; 1-20). Weiterlesen ‚Was feiern wir da überhaupt?‘

Diener zweier Herren oder eines Gottes der Zwietracht?

Gott ist allmächtig und Jesus Christus ist sein Sohn.
Allah ist groß und Mohammed ist sein Prophet.
Hm.
Und der Erzengel Gabriel ist beider Verkündigungsbote. Offenbar leidet auch der Himmel unter knappem Fachpersonal:

Vor reichlich zweitausend Jahren erschien Gabriel der Jungfrau Maria und entbot ihr den englischen Gruß*.
Sodann eröffnete er ihr bekanntlich, dass sie alsbald vom Heiligen Geist schwanger werden und den Gottessohn Jesus Christus zur Welt bringen werde und machte sie damit zur Muttergottes.
Strenggenommen ist Gabriel also, natürlich im Auftrag seines Chefs, der Auslöser des Christentums. Weiterlesen ‚Diener zweier Herren oder eines Gottes der Zwietracht?‘

Buchtipp: Warum ich kein Christ sein will

Buchcover Lehnert: Warum ich kein Christ sein will

Uwe Lehnert:
Warum ich kein Christ sein will
Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung“
Teia Lehrbuch Verlag
3. überarbeitete und erw. Aufl (Oktober 2009)
ISBN 978-3939520702
389 Seiten, EUR 19,95.

Gewiss gibt es seit der Aufklärung und auch nach Nietzsche und Dawkins schon eine ganze Reihe hervorragender religionskritischer Werke. Setzt man diese aber einmal rein zahlenmäßig ins Verhältnis zu dem unübersehbaren Wust religiöser, esoterischer, spiritueller, theologischer, erbaulich-frommer und frömmelnder Literatur, so ist jedes Buch mehr, das einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung verpflichtet ist, ein Gewinn. Und dieses Buch ist ein besonderer Gewinn: Weiterlesen ‚Buchtipp: Warum ich kein Christ sein will‘


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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