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Schäfchen zählen

Inmitten der lieblichen brandenburgischen Gefilde mit ihren Seen und Wäldern, ihren Weiden und sandigen Heideflächen lebte dereinst der Schäfer Gottlieb mit seinem treuen Schäferhunde Rex. Sie nannten eine beachtliche Herde ihr Eigen, die Gottlieb zu den Weideflächen und zur Tränke führte und die Rex mittels seiner drohend gefletschten Zähne zuverlässig beieinander hielt. Gottlieb schor die Tiere regelmäßig, verkaufte ihre Wolle zu einem guten Preis, und an so manchem Sonn- und Feiertag kam es schon mal vor, dass er einem zarten Lämmlein das Fell gänzlich über die Ohren zog. Gottlieb ließ sich den Braten schmecken und für Rex fielen etliche saftige Knochen ab. So sorgten sie für sich im gleichen Geiste und hatten beide ein gutes Auskommen. Weiterlesen ‚Schäfchen zählen‘

Die Botschaft hör ich wohl…

…allein mir fehlt der Glaube.

Nein, mir fehlt der Glaube nicht. Im Gegenteil: Dass ich frei von ihm bin, erfüllt mich mit Leichtigkeit.

Warum sollte ich ihn auch vermissen? Entspringt er nicht lediglich dem Wunsche nach Geborgenheit und der Furcht vor dem Tod?

Aber Geborgenheit wird gewöhnlich mit dem Preis der Unfreiheit bezahlt.

Und warum sollte ich Angst vor dem Tode haben? Mit meinem Ableben wird für mich nichts als das Nichts anbrechen. Wer fürchtet sich denn vor dem Nichts? Vor einem traumlosen Schlaf ängstigen wir uns doch auch nicht.

Erst die Religion  gängelt uns doch ein Leben lang mit zum Teil recht irrwitzigen Vorschriften, wofür sie unserer Seele Geborgenheit vorgaukelt und mit der Aussicht auf eine wie auch immer geartete Fortexistenz nach dem Tode unsere Todesangst erst erzeugt.


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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