Posts Tagged 'Religion'

Selig sind, die da geistlich arm sind …

lutherbibelHat Jesus Christus, außer auf die baldige Errichtung des Reiches Gottes auf Erden, jemals gewettet? Wie mag er zu diesem Brauch gestanden haben? Eher ablehnend, möchte ich wetten.
Wie dem auch sei:
„‚Wetten. dass …‘, fragt Pfarrer Gerhard Bauer, ‚es bis zum Lutherjubiläum 2017 ‚500 Jahre Reformation‘ nicht gelingt, dass 500 Menschen die Bergpredigt im Originalwortlaut der Lutherbibel von 1545 auswendig lernen?‘. Auf der Webseite www.LutherDeutsch.de fordert er zur Wette auf. Dort können sich fleißige ‚Luthersprachler‘ – und solche die es werden wollen – registrieren und zum Beweis des Gegenteils antreten.“ Weiterlesen ‚Selig sind, die da geistlich arm sind …‘

Mein Eid

Foto: REUTERS/Thomas Peter (Detail)

Foto: REUTERS/Thomas Peter (Detail)

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
Hm. So wahr mir Gott helfe? Die religiöse Beteuerung ist schon ’ne seltsame Floskel.
Ich glaube ja nicht wirklich an so’n imaginäres übermächtiges Wesen namens Gott. Aber in dieser Koalition müssen wir uns halt ein bisschen anbiedern. Obwohl – wär schon ganz praktisch, wenn Gott mich beim Regieren unterstützte, ich wär ’ne Menge Verantwortung los. Aber müsste es dann nicht heißen: „So wahr mir Gott hilft.“? Weiterlesen ‚Mein Eid‘

Zeitunglesen

Dieser Essay mit dem Untertitel Bin ich vielleicht verrückt geworden? von Monika Maron (DER SPIEGEL 34/2013, S.102f), (SPIEGEL online) spricht mir derart aus dem Herzen, dass ich ihn unbedingt zum Lesen empfehlen muss. Hier nur einige Passagen:

„Mich überkommt das Gefühl, ich lebte in einem Behindertenhaus. Wahrscheinlich darf man es so auch schon nicht mehr nennen, weil das Wort behindert inzwischen benutzt wird wie früher die Wörter irre und blöde: „Bist du behindert oder was?“, sagt man jetzt, womit allein schon bewiesen wäre, dass es überhaupt keinen Sinn hat, Wörter zu verbieten, weil das an den Tatsachen nichts ändert.
Weiterlesen ‚Zeitunglesen‘

Erbsünde

Maske_2– Gott zum Gruße, Merkwürden.
– In Ewigkeit. Aber ich meine, schon wieder deine heidnische Ironie zu vernehmen, mein Sohn. Versündige dich nicht!
– Hm. Vergaloppiert hab ich mich schon öfter, verrechnet ebenso, verfranzt, verheddert… Warum nicht einmal ordentlich versündigen! Was bedeutet das überhaupt? Die falsche Sünde begehen?
– Zu sündigen ist immer falsch, mein Sohn!
– Ach, Merkwürden, hättet Ihr wenigstens einmal im Leben anständig gesündigt, könntet Ihr einen leibhaftigen Sohn haben und müsstet nicht ersatzweise mich so nennen. Oder – habt Ihr etwa?
– Das gehört nicht hierher. Nun ja, schließlich sind wir ja alle Sünder. Weiterlesen ‚Erbsünde‘

Trennung von Kirche und Staat

pfcoverEine so alte Forderung – und bis heute nicht erfüllt:
„Was wir von unseren Regierungen verlangen, ist, dass sie als solche von der Religion gar keine Notiz nehmen und sie nicht, wie es jetzt fast noch überall der Fall ist, den Aberglauben aussäen und sein Wachstum befördern zu können glauben.
Wer das Bedürfnis der Religion fühlt, mag dieselbe ausüben und sich mit anderen zu diesem Zwecke vereinigen; das Gesetz wird ihn in dieser Ausübung beschützen und sich erst dann hindernd einmischen, wenn durch diese Ausübung die gesetzlichen Rechte anderer beeinträchtigt werden. Ist die Religion durch sie selbst stark, so braucht sie keine Unterstützung und Begünstigung von Seiten der Regierung; hat sie aber Grund, die Wissenschaft zu fürchten, so beruht sie auf Aberglauben, und je eher sie dem Feinde desselben unterliegt, desto besser ist es für die Menschheit.“

(Otto von Corvin: Pfaffenspiegel, Leipzig 1845)

http://www.humanist.de/religion/pfaffe.html

Ahí, wie christenlíche nu der babest lacht

Foto: SPON (Detail)

Foto: SPON (Detail)

Ei, wie fromm der Papst jetzt lacht,
wenn er zu Gays und Lesben sagt:
„Solch Tun ist wider die Natur,
Sex dürfen Eheleute nur
zu schaffen sich die Kinder an.
Ihr handelt gegen Gottes Plan!“ Weiterlesen ‚Ahí, wie christenlíche nu der babest lacht‘

wahnsinnig schwer

Der Jesuitenpater Eberhard Freiherr von Gemmingen in der Sendung der ARD „Menschen bei Maischberger“ vom 12.02.13:

„Das muss die katholische Kirche lernen: Jesu Prinzipien zu haben aber gleichzeitig menschenfreundlich zu sein – das ist wahnsinnig schwer.“

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/13389606_wir-sind-nicht-mehr-papst-ist-benedikt-xvi-
0:16:30


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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