Posts Tagged 'Sprache'

Selig sind, die da geistlich arm sind …

lutherbibelHat Jesus Christus, außer auf die baldige Errichtung des Reiches Gottes auf Erden, jemals gewettet? Wie mag er zu diesem Brauch gestanden haben? Eher ablehnend, möchte ich wetten.
Wie dem auch sei:
„‚Wetten. dass …‘, fragt Pfarrer Gerhard Bauer, ‚es bis zum Lutherjubiläum 2017 ‚500 Jahre Reformation‘ nicht gelingt, dass 500 Menschen die Bergpredigt im Originalwortlaut der Lutherbibel von 1545 auswendig lernen?‘. Auf der Webseite www.LutherDeutsch.de fordert er zur Wette auf. Dort können sich fleißige ‚Luthersprachler‘ – und solche die es werden wollen – registrieren und zum Beweis des Gegenteils antreten.“ Weiterlesen ‚Selig sind, die da geistlich arm sind …‘

Zeitunglesen

Dieser Essay mit dem Untertitel Bin ich vielleicht verrückt geworden? von Monika Maron (DER SPIEGEL 34/2013, S.102f), (SPIEGEL online) spricht mir derart aus dem Herzen, dass ich ihn unbedingt zum Lesen empfehlen muss. Hier nur einige Passagen:

„Mich überkommt das Gefühl, ich lebte in einem Behindertenhaus. Wahrscheinlich darf man es so auch schon nicht mehr nennen, weil das Wort behindert inzwischen benutzt wird wie früher die Wörter irre und blöde: „Bist du behindert oder was?“, sagt man jetzt, womit allein schon bewiesen wäre, dass es überhaupt keinen Sinn hat, Wörter zu verbieten, weil das an den Tatsachen nichts ändert.
Weiterlesen ‚Zeitunglesen‘

Genderwahn

Bild: Gerd Altmann / erstellt in: wordle / pixelio.de

Bild: Gerd Altmann / erstellt in: wordle / pixelio.de

Mitgliederinnen, das liebe Gott, Student_innen, je*der, wer ein Auto fährt, Fem_inistinnen, GeringverdienerInnen … Was für ein Kauderwelsch! (1)
Solange, wie bisher, nur überambitionierte Politiker_*Innen versuchten, mittels des untauglichen Vehikels Sprach-„Correctness“ eine Gleichstellung der Geschlechter herbeizuführen, mochte man ja noch milde lächelnd über solche Murkserei hinwegsehen. Weiterlesen ‚Genderwahn‘

Nelly

Foto: Susan Sermoneta /CC-Lizenz Die abgebildete Person hat nichts mit der fiktiven Titelfigur der Kurzgeschichte zu tun.

Foto: Susan Sermoneta /CC-Lizenz
Die abgebildete Person hat nichts mit der fiktiven Titelfigur der Kurzgeschichte zu tun.

„Neger-Nelly, Neger-Nelly!“ krächzte es über den Schulhof, und das solcherart beschimpfte Mädchen warf sich schluchzend in die Arme seiner besten Freundin. Mit ihrem krausen Haar, den tiefdunklen Augen und ihrer braunen, samtenen Haut war sie wunderschön. Aber das wusste die Elfjährige noch nicht.
Zwei schlacksige Rüpel, die offenbar meinten, sich bei dem Geschrei besonders hervortun zu müssen, schnappte der Aufsicht habende Lehrer am Schlafittchen und brachte sie vor die Rektorin.
Die setzte mühsam den strengsten Blick auf, der ihr zur Verfügung stand, und ließ eine Standpauke ab, in der von Rassismus, Respekt und freundlichem Miteinander die Rede war und die mit der Frage schloss:
„Woher habt ihr solche Ausdrücke? Was lest ihr bloß für Bücher?“ Weiterlesen ‚Nelly‘


Anstößige Denk-Anstöße

Falls Du glaubst, Denken und Glauben schlössen einander nicht aus, bedenke deinen Glauben! Es gibt keine Götter – Gott sei Dank. Glaube ist der Sieg des Wunschdenkens über die Vernunft. Allein mit diesen drei harmlosen Sätzen errege ich gewiß bei vielen von euch Anstoß – und das nach über zweihundert Jahren Aufklärung! Aber Anstoß erregen heißt auch etwas anzustoßen. Und genau das möchte ich: ein wenig zum Denken, ein wenig zum Zweifeln.
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